Donnerstag, 24. Mai 2012

BdS Sersheim mit neuem Selbstbvertrauen






Die Gründungsmitglieder des BdS. Foto: Arning
Die Gründungsmitglieder des BdS. Foto: Arning

Sersheim (aa). Mit neuem Selbstbewusstsein geht der Bund des Selbstständigen (BdS) Sersheim in die Zukunft. „Wir müssen aus unserem Dornröschenschlaf erwachen und wieder präsenter werden“, formulierte es der Vorsitzende Thomas Riedel bei einer Feier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins.
 „Der BdS Sersheim am Scheideweg. Droht die Vereinsauflösung?“ So stand es im Juli 2007 schicksalsschwer in der Vaihinger Kreiszeitung. In einer außerordentlichen Versammlung war der Beschluss gefasst worden, sich dem BdS Vaihingen anzuschließen, da sich nach dem Wegzug von Ulrich Mahlich niemand an die Spitze des Vereins stellen wollte. Das Vereinsvermögen wurde schon verteilt. Die Verhandlungen mit Vaihingen verliefen jedoch sehr zäh und letztlich ergebnislos.
In Sersheim fand man sich wieder zusammen, suchte und fand in Gemeindekämmerer Thomas Riedel einen Vorsitzenden, der jetzt die 40 Mitglieder zur „Silberhochzeit“ in den „Beutelkasten“ eingeladen hatte und im Rahmen der Feier (mit Gastauftritt von Kabarettist Alois Gscheidle) den Aufbruch in eine aktive Zukunft anmahnte. „Gemeinsam packen wir es an“ müsse die Formel für die kommenden Jahr sein. Es gelte, ein Programm aufzustellen, das mit denen der Vorjahre mithalten könne.
Gegründet wurde der BdS Sersheim am 25. Oktober 1984 im Kleintierzüchterheim. Erich Grau war die Initiator, der auch gleich zum Vorsitzenden gekürt wurde. Bei der Jubiläumsfeier wurde Grau mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes ausgezeichnet und als „Motor des BdS“ bezeichnet. Grau: „Ich hätte niemals gedacht, dass wir vor 25 Jahren gleich 75 Mitglieder bekommen würden.“ Aus der Gründerzeit gehören neben Grau noch Gerd Erwerle, Karin Wenz, Gerhard Kirn, Günther Pfersich, Renate Keter, Wolfgang Fessler und Peter Kurfiss dem BdS an. Auch sie wurden besonders geehrt.
Geführt wurde der Verein bis 19879 von Erich Grau, danach war es Udo Heckel (1989/90), von 1991 bis 1997 Gottfried Düren, anschließend bis 2007 Ulrich Mahlich. Walter Haumacher versuchte den Verein als 2. Vorsitzender am Leben zu erhalten und organisierte Gewerbeausstellungen; er ist inzwischen jedoch ausgetreten.
„In den letzten Jahren schrumpfte leider die Mitgliederzahl zusammen, die Veranstaltungen wurden kaum noch angenommen, das Engagement ging zurück“, stellte Vorsitzender Riedel, der zahlreiche Unternehmungen vor allem aus den ersten Vereinsjahren auflistete, selbstkritisch fest. „Wir müssen da wieder rangehen.“ Da konnte Hans-Peter Bunzel, Vizepräsident des Landesverbandes, nur zustimmen. Der BdS sei ein moderner Dienstleistungsverband. Zusammenschlüsse seien wichtig, denn der Kleine alleine könne wenig bewegen. Der BdS bringe sich ein, „denn auch Politiker brauchen Beratung“. Bürgermeisterstellvertreter Sieghard Geske stellte heraus, dass sich der BdS und die Gewerbetreibenden auf die Mithilfe der Gemeinde verlassen können. Die Selbstständigen würden viel zum Bestand der Gemeinde beitragen. Geske: „Ich hoffe, dass sich immer wieder Personen finden, die Verantwortung übernehmen.“
Verantwortung übernommen hat beim Verein Thomas Riedel, obwohl er als Gemeindebediensteter kein Selbstständiger ist. Er könnte es sich auch vorstellen, das Amt des Vorsitzenden bei der nächsten Hauptversammlung wieder zu übernehmen.


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