Donnerstag, 24. Mai 2012

Brückenbau Roßwag






Eine Brücke entsteht. Foto: Arning
Eine Brücke entsteht. Foto: Arning

Roßwag (aa). Die neue Roßwager Enzbrücke nimmt Formen an. In diesen Tagen wird die Schalung für den Überbau montiert; betoniert werden soll in der Woche zwischen dem 12. und 16. Oktober.
Die Bauarbeiter sind guter Dinge: „Wir liegen im Zeitplan.“ Über den Fluss zieht sich eine mächtige Holzkonstruktion. Es wird gesägt und gehämmert – Brückenbauer müssen auch Qualitäten als Zimmerleute haben. Der Rundstahl für die Bewehrung liegt parat. Viele Tonnen Stahl werden in den nächsten Wochen verlegt. Und in der 42. Kalenderwoche rollen die Betonmischer, 435 Kubikmeter Beton werden nach Lage der Dinge benötigt. Da werden dann mindestens 55 Betonmischer (Fassungsvermögen acht Kubikmeter) die Baustelle ansteuern. An einem Tag muss die 68 Meter lange Brücke komplett betoniert werden.
Es folgt anschließend die Abdichtung unter den Kappen. Auf der Seite enzabwärts gibt es einen Geh- und Radweg, enzaufwärts nur einen 50 Zentimeter breiten Bord. Die neue Brücke ist 10,75 Meter breit (bisher betrug die Fahrbahnbreite 4,50 Meter, künftig sind es sieben Meter) und steht auf zwei Pfeilern (bisher drei); die Tragkraft steigt von 16 auf 60 Tonnen.
Insgesamt wird die Brücke in vier Phasen gebaut; aktuell befindet man sich noch in Phase drei (Überbau bis zur Montage der Geländer). Vor dem Winter verschwindet schließlich noch das Traggerüst.
„Bis zur Winterpause ist der Rohbau der Brücke erstellt“, hatte Projektleiterin Ulrike Conle im August bei der groß angelegten Besichtigungsaktion für die Roßwager Bevölkerung vorhergesagt. An dieser Aussage hat sich nichts geändert.
Die Arbeiten für Los zwei (Straßenbau und Abbruch der bestehenden Brücke) sollen im März gestartet werden. Die alte Brücke bleibt möglichst lange stehen, um den Verkehrsfluss nicht unnötig zu behindern. Das vom Landkreis Ludwigsburg finanzierte Projekt (Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro, für das Brückenbauwerk sind 1,3 Millionen, für die Straßenbaumaßnahme 400000 Euro und für die Bepflanzung sowie die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen etwa 100000 Euro veranschlagt) soll bis spätestens Ende Juni 2010 fertig sein.
Eine verhältnismäßig bescheidene Maßnahme im Rahmen des Brückenbaus ist derzeit noch der Bau einer Stützwand am Parkplatz Flößerstraße. Ab der kommenden Woche lässt die Stadt einen Düker für die Wasser- und Abwasserleitungen verlegen. Bisher sind die Leitungen an den Brücke angehängt; sie werden jetzt unter der Enz verlegt. Die Arbeiten einer Spezialfirma dauern maximal drei Wochen.




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