Vaihingen (aa). „Wir sind hier, wir sind laut, damit ihr uns den Fahrradweg baut!" So schallte es gestern durch die Heilbronner Straße über den Vaihinger Marktplatz. Der Andrang zur Protestaktion hielt sich allerdings in Grenzen: Knapp 50 Schüler demonstrierten für den Bau des Radwegs auf der stillgelegten Bahntrasse zwischen Enzweihingen und dem Nordbahnhof. Beklagt wurde von den Sprechern (Jana Binder, Steffen Schweizer, Alexander Arndt), „dass die, die einen Radweg vor allem nutzen würden, am Sonntag beim Bürgerentscheid nicht abstimmen dürfen“. Deshalb sei man hier und mache Krach. Ein Radweg sei unter anderem klimafreundlich und mache die Stadt attraktiver. Die in der Bürgerinfo dargestellten Radwege wurden angezweifelt; Oberbürgermeister Gerd Maisch erhielt eine korrigierte Karte.
Der OB stellte sich fast 45 Minuten auf dem Marktplatz der Diskussion. Es gebe klare Regeln des Gesetzgebers für den Bau eines Radweges. Und wenn, wie von der Initiative gefordert, auch Inliner den Weg nutzen sollten, genüge halt keine Schotterpiste. Das Regierungspräsidium habe zuletzt im März bestätigt, dass es keine Fördermittel gebe. Die Empfehlung aller Organisationen, die was mit der Bahn zu tun hätten, laute: Erhaltet die Trasse. Zudem würden der Stadt Vaihingen durch die Wirtschaftskrise im kommenden Jahr rund fünf Millionen Euro Steuereinnahmen wegbrechen.
