Donnerstag, 24. Mai 2012

Übung in Oberriexingen




Großübung in Oberriexingen. Foto: Bögel
Großübung in Oberriexingen. Foto: Bögel

Oberriexingen (ub). Das Szenario war realitätsnah gestellt: Im Keller loderte ein richtiges Feuer, aus den Fenstern im zweiten Stock schimmerte ein dunkelroter Feuerschein. Im Regen zuckten die Blaulichter der Helfer. Für die Großübung der Feuerwehr war am Montagabend die Hauptstraße in Oberriexingen gesperrt.
 Ein Abbruchhaus in der Hauptstraße gegenüber dem Gasthaus Linde war vom Oberriexinger Kommandant Martin Schray als Übungsobjekt herausgesucht worden. „Das Gebäude wird auf jeden Fall abgerissen“, so Bürgermeister Willi Baur. Was an dieser Stelle Neues entsteht, müsse zusammen mit dem Eigentümer noch in einem Konzept erarbeitet werden.
Bei der Übung mussten die Helfer gegen einen Wohnungsbrand ankämpfen und vier vermisste Personen suchen und befreien. Um das zu erreichen, wurde die große Rettungskette in Kraft gesetzt. Die Feuerwehr Oberriexingen war mit drei Fahrzeugen im Einsatz, die Feuerwehr Sersheim mit einem Löschgruppenfahrzeug, aus Vaihingen kamen die Drehleiter und der Einsatzleitwagen. Das DRK setzte einen Krankenwagen und 14 Leute von der Schnelleinsatzgruppe in Marsch. Ein Streifenwagen der Polizei sperrte die Zufahrt nach Oberriexingen ab. Nur der Linienbus konnte sich einen Weg von der Mühlstraße durch die Flotte der Einsatzwagen bahnen.
„Wir hatten zuerst die Menschenrettung über Steckleitern zu üben. Dann wurden wir von der Drehleiter unterstützt“, gab Kommandant Schray die Übungsaufgabe aus. Parallel dazu erfolgte die Brandbekämpfung von allen Seiten.
Mit der Leistung seiner Wehrleute war Schray zufrieden, Kritik gab es am Funk. „Es wird Zeit, dass der Digitalfunk kommt.“ Der Oberriexinger Kommandant hatte zu Beginn der Übung Schwierigkeiten, genügend Kräfte in der Hauptstraße zusammenzuziehen. „Es dauerte, bis die Verständigung aufgebaut war.“ Aber das Problem ist Montagabends nicht neu – Schray: „Da ist der Landfunk voll.“ Bei dem traditonellen Übungsabend der Feuerwehren funken alle auf dem gleichen Kanal.




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