Donnerstag, 24. Mai 2012

Vaihinger Kindergartenbedarfsplanung


Frühstück im Kindergarten. Foto: Schmid
Frühstück im Kindergarten. Foto: Schmid

Vaihingen (aa) – Die Stadt Vaihingen hat genügend Kindergartenplätze. Das ist die zentrale Aussage der Bedarfsplanung bis ins Jahr 2011, der der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch zugestimmt hat.
 Bis 2011 wird sich die Zahl der Kinder im Kindergartenalter von derzeit 1192 auf 1079 reduzieren, hat das Ordnungs- und Sozialamt der Stadt ermittelt. „Es kann in einigen wenigen Fällen zur Bildung von Kleingruppen kommen“, ist die Aussage aus dem Bedarfsplan. Freie Raumkapazitäten sollen bei Bedarf zunächst zur Schaffung neuer Betreuungsformen umgewidmet werden.
Derzeit gibt es in Vaihingen durch verschiedene Kindergartenträger (Stadt, Kirchengemeinden, freie Träger) 31 Regelgruppen, die von 724 Kindern besucht werden. Neun Gruppen haben verlängerte Öffnungszeiten (220 Kinder), sechs Gruppen mit 122 Kindern sind altersgemischt (auch unter Dreijährige). Die Ganztagesbetreuung wird aktuell für 41 Kinder angeboten, bis 2010 sollen es 85 sein. Insgesamt stehen in der Stadt 1174 Plätze zur Verfügung, 1087 Kinder besuchen einen Kindergarten. Im Waldorf-Kindergarten kommen 40 Plätze dazu.
Aurich: Die vorhandenen Plätze (54) in den beiden Gruppen reichen aus. Für unter Dreijährige gibt es bisher keine Nachfrage.
Ensingen: Derzeit 109 Plätze. Die Kinderzahlen sind rückläufig. Die Aufnahme von unter Dreijährigen ist möglich. Eine Regelgruppe wurde zu Kleingruppe umgewidmet, die Gruppe könnte 2009 ganz entfallen. Der Kindergarten wäre dann dreigruppig. Vom Ensinger Ortschaftsrat wird gewünscht, die Kleingruppe bis 2010 aufrecht zu erhalten.
Enzweihingen: In drei Einrichtungen gibt es 196 Plätze. Ab September 2010 kann voraussichtlich eine weitere Gruppe geschlossen oder in eine andere Betreuungsform umgewidmet werden. Gemeldet bzw. angenommen sind zehn Kinder unter drei Jahren zur Betreuung in vorhandenen Gruppen.
Gündelbach: 53 Plätze. Auch hier gibt es weniger Kindergartenkinder. Ab September 2010 kann voraussichtlich eine Regelgruppe zur Kleingruppe umgewidmet werden. Drei Kinder sind unter drei Jahren.
Horrheim: Die vorhandenen Plätze (106) reichen aus, bleiben aber stark belegt. Sechs bis acht Kinder unter drei Jahren sind angemeldet bzw. angenommen.
Kleinglattbach: Es gibt 235 Plätze. Die Kinderzahlen sind rückläufig. Eventuell wird ab 210 eine Regelgruppe zur Kleingruppe umgewidmet. Drei bis acht Kinder unter drei Jahren könnten aufgenommen werden.
 Riet: Der Kindergarten ist stark belegt. Auf 28 Plätze kommen derzeit 31 Kinder. Auch in den kommenden Jahren ist nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Ab September 2009 sollen zwei Kinder unter drei Jahren angenommen werden.
Roßwag: Es gibt in zwei Gruppen 56 Plätze, die von 42 Kindern belegt sind. Die Kinderzahlen sind rückläufig. Ab 2010 ist eine Kleingruppe denkbar.
Vaihingen: In der Kernstadt sind derzeit 378 Plätze vorhanden. Bei nahezu konstant bleibenden Kinderzahlen (derzeit 420, 2010-Prognose: 402) ist weiter mit starker Belegung zu rechnen, insbesondere nach der Umwandlung einer Gruppe im Franck-Kindergarten auf die ganztägige Betreuung. Die Aufnahme von unter Dreijährigen ist nur begrenzt machbar. Entlastung bringt der Waldorf-Kindergarten, den rund 20 Kinder aus der Kernstadt besuchen.
Bei der Vergabe von Ganztagesplätzen wird die Stadt auch künftig prüfen, ob die Anmeldung im Zusammenhang mit einem Arbeitsplatz steht. Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Ziel dieses Angebotes ist es ja, die Berufstätigkeit zu ermöglichen.“
Zugestimmt hat der Gemeinderat dem Vertrag mit der evangelischen Kirchengemeinde Vaihingen zur Ganztagesbetreuung im Franck-Kindergarten. Der Betrieb ist im September mit vier Kindern angelaufen. Betreut werden die Kinder montags bis donnerstags von 7 bis 17 Uhr, freitags von 7 bis 15 Uhr. Angenommen werden maximal 16 Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr.


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