Donnerstag, 24. Mai 2012

Lieblingstoilette auserkoren




Spaß beim Händewaschen. Foto: Rücker
Spaß beim Händewaschen. Foto: Rücker

Sersheim (sr) – Bunt, modern und praktisch kommen die neuen sanitären Anlagen im katholischen Kindergarten St. Stephanus in Sersheim seit Kurzem daher. Rund 100000 Euro investierte die bürgerliche Gemeinde in die Umbaumaßnahmen.
 Ein Hauch von Märchenland im Kindergarten: Wie von Geisterhand geht das Licht an, sobald jemand auf die Toilette muss oder die Hände waschen möchte. Es erlischt, ohne dass ein Lichtschalter berührt wird. Auch der Wasserstrahl versiegt nach einigen Sekunden von selbst. Der Knüller aber ist die Toilettenschüssel für die Kleinsten. Ein putziges Klo, wie aus einer Puppenstube.
Seit wenigen Wochen gibt es viel Neues zu entdecken in den Sanitärräumen des katholischen Kindergartens St. Stephanus in Sersheim. Beispielsweise die Kinderduschen, die in gleicher Höhe der neuen Wickeltische installiert sind. Praktisch, falls bei den Kleinsten mal eine Ganzkörperreinigung nötig wird, sagt Kindergartenleiterin Heidi Mikula-Graf.
Den Wickeltisch, eine Maßanfertigung vom Schreiner, können die Kinder durch eine Art Gangway, eine ausziehbare Treppe, erklimmen. Ein Bub sei ganz angetan und habe sich sogar seine Lieblingstoilette auserkoren, so Mikula-Graf weiter. Denn bei dreierlei Größen ist nun diejenige sein Favorit, bei der er bequem mit den Füßen den Boden erreicht.
Nach rund sechs Wochen Umbauarbeiten konnten die Kinder des St. Stephanus-Kindergartens Ende August die neuen Sanitärbereiche stürmen. „Sie waren ganz begeistert“, sagt die Erzieherin. Waschbecken und Armaturen wurden anfangs einem Dauertest durch Kinderhände unterzogen.
Mikula-Graf spricht für sich und ihre neun Kolleginnen, wenn sie sagt: „Wir sind mit der Ausstattung hochzufrieden.“ Für Kinder und Erwachsene stehen nun auch behindertengerechte Sanitäranlagen bereit.
Anstoß für die Sanierungsmaßnahmen war, dass seit September auch Kinder ab zwei Jahren im Kindergarten St. Stephanus betreut werden. Die drei Sanitärräume der rund 30 Jahre alten Einrichtung wurden daher den Bedürfnissen der kleineren Kinder angepasst. Von momentan 71 Kindergartenbesuchern sind zehn zwischen zwei und drei Jahre alt.
Für diese Jüngsten wurde zudem im Untergeschoss ein ehemaliger Ausweichraum als Ruheraum umgestaltet. Dort können die Kleinen zeitweise mit einer eigens für sie eingestellten Erzieherin spielen. „Damit werden wir den älteren und jüngeren Kindern gerecht“, so Heidi Mikula-Graf.
Großes Mitspracherecht hatten die Erzieherinnen bei der Planung gehabt, lobt die Erzieherin. Finanziert habe die Maßnahme die bürgerliche Gemeinde Sersheim. Träger des Kindergartens ist die katholische Kirche. Aufgenommen werden Kinder verschiedener Religionen sowie konfessionslose Knirpse.




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