Donnerstag, 24. Mai 2012

Blüba mit positiver Bilanz




Das Blüba kann dieses Jahr 30000 Tagesgäste mehr verzeichnen. Foto: VKZ-Archiv
Das Blüba kann dieses Jahr 30000 Tagesgäste mehr verzeichnen. Foto: VKZ-Archiv

Ludwigsburg (ing). Am kommenden Sonntag endet im Blühenden Barock die Saison des Jubiläumsjahres „50 Jahre Märchengarten“ mit dem Kürbisschlachtfest. Für den Gartenschau-Direktor Volker Kugel ist das Grund genug, die Bilanz für die vergangene Saison zu ziehen, die durchaus positiv ausfiel.
 Beim Blüba wird ein neuer Rekord aufgestellt: Für dieses Jahr wurden 39200 Dauerkarten herausgegeben, das ist eine Steigerung von immerhin 5,5 Prozent zum Jahr 2007, das bisher als Spitzenjahr galt. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf den Gutscheinverkauf in der Vorweihnachtszeit des letzten Jahres, meint Kugel. Auch die Zahl der Tagesgäste, in diesem Jahr 535000, ist im Vergleich zum letzten Jahr um 30000 Besucher gestiegen.
Die 65 Veranstaltungen, wie beispielsweise die barocken Gartentage, das Musikfeuerwerk im Südgarten und der Lichterzauber, die während der Saison stattfanden, seien sehr gut angekommen. Damit bestätige sich der Trend, statt teurer Exkursionen in die Ferne immer häufiger Ausflüge in die eigene Heimat zu unternehmen, freut sich der Blüba-Chef.
Beachtliche Auswirkungen auf die freudige Bilanz habe auch die zehnte Kürbisausstellung, die noch bis Sonntag zu besichtigen ist. Die Schau wird voraussichtlich von 140000 der insgesamt 535000 Besucher aufgesucht. Rund 200 Tonnen Kürbisse seien für die Ausstellung zum Verkauf und zum Bekochen der Gäste eingekauft worden, sagt Stefan Hinner, Geschäftsführer der Kürbisausstellung. Im Blühenden Barock wurde bei den Meisterschaften im Kürbiswiegen dieses Jahr übrigens der Europarekord geknackt: Der 653,5 Kilogramm schwere Kürbis eines Belgiers siegte.
Die Zahl der Besucher, die mit einem Busunternehmen anreisten, ist ebenfalls nennenswert: Allein in den letzten zwei Monaten seien 17000 Gäste in 350 Bussen zum Blüba kutschiert worden. „Manchmal haben die 18 Busparkplätze auf dem Schloss nicht ausgereicht. Die Fahrer mussten deswegen auf die Bärenwiese ausweichen“, so Kugel. Der 3. Oktober sei der besucherstärkste Tag im ganzen Jahr gewesen, 14000 Besucher tummelten sich am Einheitstag auf dem Gelände des Blühenden Barock in Ludwigsburg. „Mehr geht nicht“, fügt der Direktor dem hinzu.
Trotz aller erfreulichen Nachrichten wird man spätestens in der nächsten Saison die Wirtschaftskrise spüren. Die Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg und von der Stadt Ludwigsburg werden im kommenden Jahr um insgesamt 225000 Euro gekürzt. Zudem fielen in diesem Jahr hohe Instandhaltungskosten an. Die Reparatur am Hebewerk der Bootsrundfahrt war beispielsweise mit 9000 Euro zwar teuer, jedoch notwendig: „Die Anlage stand im Sommer zweimal still“, meint Kugel. Jetzt soll die gesamte Apparatur erneuert werden, was weitere 100000 Euro kosten soll. An zusätzliche Sanierungs-, Umbau- und Aufbaumaßnahmen, etwa die eines neuen Haupteingangs und eines Kakteen- und Vogelhauses, sei erst wieder in den nächsten Jahren zu denken.
Als allzu schlimm wird die Kürzung der Zuschüsse von Land und Stadt jedoch nicht empfunden. Kugel ist guter Hoffnung: Der Gewinn dieses Jahres werde wahrscheinlich ausreichen, um die Kürzung, zumindest größtenteils, auszugleichen, meint er.




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