Donnerstag, 24. Mai 2012

Kein Sportzentrum




Auf den bestehenden Hartplätzen gegenüber der 1-2-3-Halle könnte die neue Sporthalle realisiert werden. Der genaue Standort soll erst später bestimmt werden. Foto: Bögel
Auf den bestehenden Hartplätzen gegenüber der 1-2-3-Halle könnte die neue Sporthalle realisiert werden. Der genaue Standort soll erst später bestimmt werden. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Die Weichen sind gestellt, doch wann es mit der Realisierung losgeht, steht in den Sternen. Der Vaihinger Gemeinderat hat am Mittwochabend drei zukunftsweisende Entscheidungen getroffen: Der alte Egelsee-Sportplatz an der Walter-de-Pay-Straße wird aufgegeben, eine Kampfbahn Typ C könnte gegenüber dem Freibad gebaut werden und eine neue Sporthalle würde in der Nähe des Friedrich-Abel-Gymnasiums entstehen.
 Doch mit dieser Standortsuche ist kein Zeitfenster verknüpft. Eduard Aldinger (FW, Enzweihingen) brachte es auf den Punkt: „Die finanzielle Lage der Kommune lässt es in den nächsten Jahren nicht zu, dass eines der beiden Projekte gebaut werden kann. Und wenn, dann wird es zuerst die Halle geben.“ Das unterstrich auch Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Es geht um die Standortsuche und nicht darum, alles morgen zu realisieren.“
Bei der Standortsuche war die Gewichtung zwischen den Interessen der Schulen und der Vereine ein wichtiges Argument. So hätte zwar ein „Sportzentrum“ (Halle und Kampfbahn) einen besonderen Reiz – Christel Schaller (FW, Roßwag): „Wenn wir was richtig machen wollen, dann brauchen wir die Halle und die Kampfbahn zusammen im Egelsee“ –, doch dies wäre kein schulnaher Standort für ein dringend benötigte Halle. Deshalb sprachen sich die Schulen und der Gesamtelternbeirat für eine geteilte Lösung aus: Da für eine Kampfbahn Typ C nicht die große Wertigkeit gesehen wird, könne diese auf einem schulferneren Gelände gebaut werden. Eine Empfehlung gaben Schule und Eltern nicht ab. Als optimaler Standort für eine neue Sporthalle wird das Gelände an der Köszeger Straße/Alter Postweg beim Friedrich-Abel-Gymnasium favorisiert. Eine Halle im Egelsee wird abgelehnt. Dieser Standort sei für den Schulbetrieb ungeeignet (Zwänge aus Stundenplanung und Abstimmung zwischen den Schulen). Ein Busverkehr könne keine Abhilfe schaffen.
In der Diskussion im Gemeinderat stellten Eberhard Zucker (FW, Vaihingen) und Dr. Heike Tapken-Brust (Grüne, Enzweihingen) noch weiterreichende Anträge. So sollte einerseits für eine Kampfbahn neben dem Egelsee auch der Bereich nördlich des Stromberg-Gymnasiums offen gehalten werden (sechs Ja-Stimmen) beziehungsweise nur das Areal beim Stromberg-Gymnasium (drei Ja-Stimmen). Für eine Sporthalle sollten neben dem FAG auch der Standort in direkter Nachbarschaft zum Parkhaus am Vaihinger Bahnhof reserviert bleiben (sechs Ja-Stimmen).
Mit deutlicher Mehrheit sprach sich der Gemeinderat letztendlich für die Erstellung eines Rahmenplanes für das Egelseegelände aus, dem der Standort für eine Kampfbahn Typ C (vier Rundbahnen und sechs 100-Meter-Bahnen und die dazu gehörenden Anlagen) gegenüber dem Freibad zugrunde liegt (eine Nein-Stimme, drei Enthaltungen). Für eine Sporthalle wird als Grobstandort das Friedrich-Abel-Gymnasium festgelegt. Der genaue Standort und die Größe der Halle wird mit Konkretisierung der Planung festgelegt (sieben Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen). Nicht verhehlt wurde, dass es bei dem schulnahen Standort am FAG zu Parkplatzproblemen kommen könne und zu mehr Verkehrsaufkommen im Wohngebiet Baresel.




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