- Andrang auf der Bahnhofstraße. Foto: Arning
Illingen (aa). Illingen hat’s! Der alte Slogan passt immer noch. Und wie! „Illingen hat mehr“, könnte man umformulieren. Das jedenfalls war der Eindruck, der sich gestern beim verkaufsoffenen Sonntag „Illinger Open“ aufdrängte. Das Wichtigste: Auch das Wetter hat wieder mitgespielt. Die vereinzelten Regentropfen störten nicht weiter.
Ein Kontrastprogramm zur Wirtschaftskrise könne erwartet werden. So drückte sich Bürgermeister Harald Eiberger im Vorfeld aus. Erhatte den Mund nicht zu voll genommen und musste deshalb bei der Eröffnung, die im Rahmen des erstmals angebotenen Energiespartages stattfand, gar nicht groß ausholen. „Zwei Sätze sollte ich sagen“, schmunzelte Eiberger.
Über 50 Teilnehmer – das gab es noch nie. Ute Gehring, Vorsitzende des Gewerbevereins, war schon im Vorwort zu Schau richtig happy. In der Tat: Die Veranstaltung hat von Jahr zu Jahr an Format gewonnen, ist zu einem Treffpunkt für unzählige Besucher aus dem Umland geworden. „Ich staune immer wieder, was in Illingen geboten wird“, meinte zum Beispiel einer der vielen Gäste aus Vaihingen. Die Kreisgrenze war noch nie ein Hindernis.
Warm up im Rathaussaal. Seit Kurzem ist die Gemeinde auch Mitglied im Gewerbeverein; da war es selbstverständlich, dass der Sitzungssaal für das Angebot der Energieberatung zur Verfügung gestellt wurde. Vorstandsmitglied Brigitte Grausam hatte die Idee, Malermeister Eric Schach aktivierte die Kollegen, deren Betätigungsfelder in diesen Sektor fallen – vom Architekten bis zum Bezirksschornsteinfegermeister. Die Experten hielten immer wieder Vorträge, in denen sie Tipps zu Themen wie Altbausanierung und Energieeffizienz gaben. „Eine Fortsetzung ist durchaus denkbar“, fand Eric Schach.
Die Bahnhofstraße ist in Illingen seit jeher die Haupteinkaufsstraße. Hier spielte sich auch gestern hauptsächlich das Geschehen ab. Doch die Vaihinger Straße hat aufgeholt und ist durch Attraktionen angereichert worden. Da stand auf dem Kreisel der riesige Autokran von Seiz und Zimmermann aus Vaihingen – 50 Meter hoch ging es im Förderkorb in die Luft. Der Andrang war enorm.
Eine Stretch-Limousine der Videothek war ein Hingucker, das Zügle der Dampfbahnfreunde durfte nicht fehlen (die Waggons hüpften gestern allerdings etwas oft aus den Gleisen), der Pferdewagen aus Gündelbach zog seine Runden. Im Astronautenrad konnten sich Schwindelfreie auf den Kopf stellen. Selbst die Feuerwehr oder die abgelegene Winner Spedition ließen sich die Chance zur Präsentation nicht entgehen. Und am Illinger Eck war bei Möbel Bitzer natürlich offen. Eingebunden in die Aktion war gestern zudem der „Tag des Friedhofs – und die Seniorenwohnanlage am Posthof.
Dass sich auf dem Luig-Areal inzwischen allerhand schiebt, wurde vielen Auswärtigen eindrucksvoll deutlich. Hier soll das Angebot der Gemeinde durch fehlende Sortimente ergänzt werden. Damit Illingen noch mehr hat.