Donnerstag, 24. Mai 2012

Sanierungsmaßnahmen in Hochdorf und Nussdorf






Die Halle in Hochdorf wird saniert. Foto: Arning
Die Halle in Hochdorf wird saniert. Foto: Arning

Nussdorf/Hochdorf (aa). Mit einer Summe von rund 740000 Euro schlägt die energetische Sanierung der Grundschule Nussdorf mit Lehrschwimmbecken und der Gemeindehalle Hochdorf zu Buche. Im Gemeinderat werden am Donnerstag die von den Architekten ermittelten Kosten vorgestellt.
„Eigentlich wollten wir ja ein wenig Luft holen mit den Hochbaumaßnahmen“, sagt Bürgermeister Peter Schäfer. Doch dann kam das Konjunkturpaket II der Bundesregierung zur Ankurbelung der Wirtschaft dazwischen. Es wurden erhebliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt (in Form von Festzuschüssen für Maßnahmen zur energetischen Sanierung im Rahmen einer Bildungspauschale beziehungsweise Infrastrukturpauschale). Die Zuschüsse müssen bis Ende 2010 verbaut werden. Auch in Eberdingen.
 Die Zuschüsse, die die Gemeinde abrufen kann, betragen insgesamt 210000 Euro und sind für die Sanierungsmaßnahmen an der Gemeindehalle Hochdorf und an der Grundschule mit Lehrschwimmbecken in Nussdorf vorgesehen. Die Kostenschätzungen für die Gesamtmaßnahmen wurden im August auf rund 695000 Euro veranschlagt. Inzwischen liegen Kostenberechnungen der beauftragten Architekten Sabine Mauer (sie betreut das Vorhaben Nussdorf) und Eberhard Lämmle (er hat den Auftrag für Hochdorf) vor.
Sabine Mauer kommt beim 910 Quadratmeter großen Dach der Schule Nussdorf auf eine Endsumme von 139718 Euro, beim Dach des Lehrschwimmbeckens sind es 80580 Euro. Für das Vordach werden nach ihrer Aufstellung 22008 Euro auflaufen. Dazu kommt noch die Sanierung der Fassade für das Lehrschwimmbad mit 15496 Euro. Die schadhafte Klinkerfassade an der Nord- und Ostseite wird entfernt. Statt der Klinker wird ein Vollwärmeschutzsystem mit Silikonharzputz aufgebracht. Insgesamt ergeben sich für die Nussdorfer Maßnahme Kosten von 257802 Euro.
Gleich elf Gewerke mit einer Endsumme von rund 481000 Euro hat der Vaihinger Architekt Eberhard Lämmle für die Hochdorfer Gemeindehalle, erbaut im Jahre 1969, aufgelistet – vom Gerüstbau bis zu den Maler- und Lackiererarbeiten. Alleine die Flachdachabdichtungsarbeiten ziehen Kosten von 107500 Euro nach sich. Die neue Fassade wird nach Lämmles Auflistung 67900 oder 87500 Euro kosten. Angebracht werden könnten zum einen „allseits gekantete und beschichtete Alu-Blechteile“ auf Mineralstoffdämmplatten. Rund 700 Quadratmeter beträgt die Fläche. Welche Farbe gewählt wird, ist noch nicht entschieden. Natürlich soll es nicht das Rot werden, wie in einem Beispiel für die Gemeinderäte dargestellt. Lämmle: „Wir wollen die Gemeindehalle ja nicht zum Feuerwehrhaus machen.“ Heute will sich der Architekt zusammen mit Bürgermeister Peter Schäfer auf einen „harmonischen Farbvorschlag“ einigen, der dem Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag (19.30 Uhr, Rathaus Eberdingen) vorgelegt wird. Alternativ gibt es noch den Vorschlag eines Wärmedämmverbundsystems (Styrodurdämmplatten mit Oberputz). Für die Metall- und Fensterbauarbeiten werden 116260 Euro angesetzt.
Wenn der Gemeinderat am Donnerstag den Maßnahmen zustimmt, sollen die Arbeiten über den Jahreswechsel ausgeschrieben und vergeben werden. Lämmle will die Arbeiten vor den Sommerferien 2010 abgeschlossen haben. Zuerst sollen die neuen Fenster eingebaut werden, damit es an Pfingsten bei der ersten Eberdinger Gewerbeschau nicht zu arg zieht.


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