Donnerstag, 24. Mai 2012

Mit der Drehscheibe in den Norden




Die Gründungsmitglieder des Vereins Drehscheibe Jugend und Kultur. Foto: p
Die Gründungsmitglieder des Vereins Drehscheibe Jugend und Kultur. Foto: p

Vaihingen (elf) – Ein neuer Club ziert seit Februar 2009 die Vereinslandschaft Vaihingens. Still und leise haben sieben Gründungsmitglieder den Verein Drehscheibe Jugend und Kultur e.V. ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Entstehung kultureller Projekte zu unterstützen sowie Veranstaltungen zu organisieren.
 „Wir wollen der Dreh- und Angelpunkt sein, wenn etwas Kulturelles in Vaihingen entstehen soll“, sagt Vereinsvorsitzende Ulrike Conle. Die Drehscheibe will Schulen, Vereinen, Kulturinitiativen, Kindern und Jugendlichen aber auch einzelnen Künstlern, Autoren und Musikern die Möglichkeit geben, interessante und innovative kulturelle Projekte zu realisieren.
„Wir haben viel Know how, um Hilfestellung geben zu können, wollen unterstützend wirken und kümmern uns um Fördergelder“, macht Conle deutlich. Wichtig ist den Vereinsgründern eine „qualitativ hochwertige Umsetzung der Projekte aus den unterschiedlichsten Kulturbereichen“. Garanten hierfür sind Vereinsmitglieder wie Eva Württemberger (stellvertretende Vorsitzende) aus Aurich oder Michael „Georgie“ Hocker aus Vaihingen. Eva Württemberger machte im April 2008 mit dem Musical „Löwennacht“ von sich reden. „Georgie“ Hocker ist bekannt durch seine Musikschule „Slapstick“ und realisierte am Valentinstag in diesem Jahr das Rock-Chor-Projekt „Love Songs“.
„Wir sind paritätisch besetzt und haben Leute aus verschiedenen Kulturbereichen dabei“, sagt Eva Württemberger. Mit seiner Arbeit wolle der Verein Drehscheibe Jugend und Kultur vor allem die Bereiche Musik, Literatur, Sprache und Theater ins Licht rücken. Auch bestehe nicht die Absicht, gegenüber anderen Vereinen wie beispielsweise dem Kunstverein Vaihingen, in Konkurrenz zu treten.
Keine Frage, dass die Verantwortlichen der Drehscheibe bereits ein spannendes Projekt in der Mache haben. Unter dem Titel „GO. GO North!“ hat sich Komponistin und Musikerin Eva Württemberger der Gospelmusik der norwegischen Sängerin Kristin Asbjørnsen angenommen. Diese verpackt in ihrer neuen CD ursprüngliche, nahezu unbekannte Gospelmusik in neuere jazzige Klänge. Solche Lieder sowie altes Liedgut aus unserer eigenen Kultur will Württemberger bearbeiten und „als ungewöhnliche, aber mitreißende Chorarrangements präsentieren“.
Das Chorprojekt „GO. GO North!“ will sich der Auseinandersetzung mit philosophischen und tiefer gehenden Fragen wie Was ist mir wirklich wichtig im Leben?, Wie gehen wir mit Krisenzeiten und Schicksalsschlägen um?, Was macht wirkliches Glück aus? auseinandersetzen. So hat Württemberger zum Beispiel das Kinderlied „In Mutters Stübele“ herangezogen, um sich dem Text zu widmen und ihn mit der aktuellen Wirtschaftskrise in Verbindung zu bringen. Mit Liedern, mit der Interpretation kurzer Textsequenzen aber auch mit verschiedenen Performances soll letztlich ein unterhaltsames, tiefgründiges und bewegendes Konzert entstehen. „Georgie“ Hocker wird mit einer Begleitband und als Percussionist für den „musikalischen Begleitteppich“ sorgen.
„GO. GO North!“ steht übrigens für Gospel goes North – Gospel geht nach Norden. Die Vorbereitungen für das Chorprojekt sind bereits in vollem Gange, die musikalischen Arrangements stehen soweit. Im Januar soll mit der Probenarbeit begonnen werden. Für das Projekt benötigen die Organisatoren von „GO. GO North!“ allerdings noch Teilnehmer mit Stimme. Mitmachen kann jeder ab 14 Jahren: Eltern, Kinder – vor allem männliche Stimmen sind willkommen, denn an diesen fehlt es meistens. Insgesamt werden 40 Mitwirkende gesucht. Geplant sind wenige Abendproben sowie drei Probewochenenden. Die Premiere soll nach den Vorstellungen der Drehscheibe-Verantwortlichen Anfang Mai stattfinden. Weitere sechs Auftritte in ganz Baden-Württemberg sind geplant. Als Veranstaltungsorte sind Kirchen angedacht. Außerdem träumen die Veranstalter im Moment noch davon, auch eine kleine Tournee nach Norwegen durchzuführen. Familiäre Kontakte seitens Eva Württemberger existieren ohnehin. Doch ob dieses Vorhaben in die Realität umgesetzt werden kann, steht noch in den Sternen.
Im Moment wird die Finanzierung des Projekts geklärt. Hierfür werden noch Zuschüsse gesammelt sowie Spender und Partner gesucht. Wer mit nach Norwegen reist, sollte allerdings entsprechende Kosten einplanen. Wer bei dem Chorprojekt mitmachen will, meldet sich bei Ulrike Conle unter Telefon (07042) 16355 oder bei Eva Württemberger unter Telefon (07042) 4550. Anmelden kann man sich auch auf der Internetseite www.slap-stick.de, indem man dort das Kontaktformular verwendet und Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mailadresse angibt.

www.drehscheibe-juk.de
www.slap-stick.de




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