Donnerstag, 24. Mai 2012

Suche nach Standort für Kampfbahn Typ C






Der Standort für eine Leichtathletik-Anlage. Foto: Arning
Der Standort für eine Leichtathletik-Anlage. Foto: Arning

Vaihingen (aa). Mit einem „Ja, aber“ hat der Vaihinger Stadtteilausschuss die Frage nach einem möglichen Standort für die Kampfbahn Typ C (Leichtathletik-Rundbahn) beantwortet. Favorisiert wird der Platz im Egelsee (gegenüber Freibad), doch soll auch noch eine Alternative beim Stromberg-Gymnasium ausgelotet werden.
Bereits im Juni hatte sich der Stadtteilausschuss mit dem Thema befasst, jedoch um weitere Informationen gebeten. Vor allem sollte auch eine Stellungnahme der Schulen eingeholt werden. Die liegt nun vor. Allerdings werden darin nur Aussagen zu einer weiteren Sporthalle getroffen, die im Egelsee nicht gewünscht wird. Auch ein Bus-Shuttlverkehr zu einer Halle im Egelseebereich wird als ungeeignet eingestuft. Befürwortet wird eine weitere dreigliedrige Sporthalle im Bereich des Friedrich-Abel-Gymnasiums (Alter Postweg/Köszeger Straße), die zu Fuß erreichbar sein sollte, „denn eine Kampfbahn und eine Sporthalle müssen nicht zwingend auf einem Areal erbaut werden“. Die Kampfbahn werde für den schulischen Bereich in der Regel nur zwischen April und Juli genutzt.
Als Grobstandort für eine Halle hat der Ausschuss auf Empfehlung der Verwaltung jetzt den Bereich FAG festgelegt (der Gemeinderat muss da aber noch zustimmen). Denkbar sind verschiedene Varianten (auf dem Platz der Hartspielfelder, auf der Ackerfläche westlich der Sportanlagen oder im südlichen Teil des bestehenden Sportplatzes).
Wohin aber mit der Kampfbahn C (Leichtathletik-Anlage mit vier Rundbahnen, sechs 100-Meter-Bahnen und den üblichen Einrichtungen wie Weitsprung, Kugelstoß, Hochsprung, Diskus…)? 167 Meter werden für diese Basis-Einrichtung in der Länge benötigt, 85 Meter in der Breite. Dazu müssen natürlich gewisse Gebäude einbezogen werden. Und Parkplätze sind vorzuhalten.
Da der Bereich des jetzigen Sportplatzes mit seiner 369 Meter langen Rundbahn für einen naturnahen Zugang zur Enz vorgesehen ist und eine normgerechte Anlage hier auch nur mit aufwendiger Verlegung der Walter-de-Pay-Straße unterzubringen wäre, ist die Empfehlung, diesen aufzugeben und auf dem Areal westlich des Hallenbades an der Walter-de-Pay-Straße neu zu bauen. Auf Anregung von Eberhard Zucker soll jedoch der Bereich westlich des Stromberg-Gymnasiums (an der Straße nach Kleinglattbach) noch untersucht werden. Da seien die Ackerflächen längst nicht so wertvoll wie im Egelsee. Konkret denkt der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes an das Gelände über dem Nebenwegtunnel. Wenn man etwas nach Nordosten rutsche, komme man auch aus dem kritischen Abstand zur Firma Schick heraus. „Ich kann den Sportplatz natürlich da drauf zeichnen, ob er da gebaut werden könnte, ist eine andere Frage“, meinte dazu Stadtplaner Ernst Loos. Bis zur Beratung im Technischen Ausschuss (nichtöffentlich) und am 21. Oktober im Gemeinderat sollen Erkenntnisse vorliegen.
Die Sünden der Vergangenheit müsse man endlich ausmerzen und eine richtige Sportanlage schaffen, war eine Meinung im Ausschuss. Auf der anderen Seite wurde die Leichtathletik als total out bezeichnet. Wer nutze den Platz überhaupt, war eine Frage. Oberbürgermeister Gerd Maisch sah das als nicht zentral an. Eine Kampfbahn Typ C sei geradezu zwingend für ein Mittelzentrum und eine Schulstadt wie Vaihingen. Die Vaihinger Gymnasiasten würden für Prüfungen nach Schwieberdingen fahren: „Das kann es doch auch nicht sein.“ Und Bürgermeister Wilfried Nestle: „Wir wollen da doch kein Luxusprojekt schaffen.“


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