Vaihingen (elf) – Keine Frage: Dieser Herbstmarkt hat den Superlativ verdient. Einen besseren verkaufsoffenen Feiertag hat die Stadt Vaihingen selten erlebt. Scharfe Angebote, heiße Preise und warmes Wetter: Da konnten die Besucher nicht widerstehen, die Innenstadt am Tag der deutschen Einheit mindestens so zu bevölkern wie sonst nur beim Straßenfest.
Es herrschte mal wieder Ausnahmezustand in Vaihingen. Herbstmarkt mit Kunsthandwerk, verkaufsoffener Feiertag, Flohmärkte in der Heilbronner Straße, der Mühlstraße sowie in der Flosch und Sonnenschein wie aus dem Bilderbuch: Da hielt es die Leute nicht mehr daheim. Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn des Herbstmarktes ging es auf der Fußgängerzone zu wie in einem Taubenschlag. Als dann um 13 Uhr die Einzelhandelsgeschäfte öffneten, war die Vaihinger Einkaufsmeile dicht.
„Chili“ lautete das Motto der diesjährigen Veranstaltung. Eine Vorgabe, an die sich die Mitglieder der Vaihinger Werbegemeinschaft gerne hielten. Chili-Dekorationen, Chili-Gewinnspiele, Chili-Spezialitäten zum Essen und Trinken und sogar Tipps vom Vaihinger Fernsehgärtner Maurus Senn zum Thema „Chili“. Und wer wollte, konnte sich noch ein pechschwarzes T-Shirt mit feuerrotem Aufdruck „Hot Vaihingen“ kaufen. Doch noch viel spannender war die Schnäppchenjagd, denn die meisten Einzelhändler hatten zahlreiche Sonderangebote und gaben Rabatte. So wechselten Waren und Geld den Besitzer, was aus Sicht der Werbegemeinschaft auch Sinn und Zweck der Veranstaltung war.
„Ich habe bei meinen Sonnenbrillen Lagerbereinigung gemacht und gute Ware weit unter dem herkömmlichen Preis verkauft“, sagte beispielsweise Hans Becker, Optikermeister und Vorsitzender der Vaihinger Werbegemeinschaft. Er hatte seine Sonderangebote – wie viele andere auch – vor seinem Geschäft präsentiert und animierte damit die Kundschaft nicht nur zum Kauf, sondern auch zum Besuch im Laden. „Man muss raus aus dem Laden und seine Angebote zeigen“, sagte Becker.
So war der Vaihinger Herbstmarkt 2009 also ein voller Erfolg. Dabei wussten die Veranstalter anfangs nicht, ob sie es bei dem Termin belassen sollten, denn normalerweise findet der Herbstmarkt samstags und sonntags mit einem verkaufsoffenen Sonntag statt. Dieses Konzept hätte an einem Wochenende mit Feiertag am Samstag nicht funktioniert. Als lautete die Frage: Anderes Wochenende oder das Ganze um einen Tag vorrücken? Das Ergebnis ist bekannt und entpuppte sich als richtige Entscheidung. Auf diese Weise waren die Leute zwei Tage lang zum Einkaufen in der Innenstadt. Lediglich der Wochenmarkt war am Freitag nicht ganz so gut bestückt wie sonst an einem Samstag. Manche Marktbeschicker waren am Freitag anderweitig eingebunden.
Unterdessen wird WGV-Vorsitzender Hans Becker nicht müde, weiter darauf hinzuweisen, dass es in Vaihingen die gleiche Einkaufsvielfalt wie anderswo gibt. „Es ist hier für jedes Alter und für jeden Wunsch alles da“, so Becker. Parkplätze wären auch genügend vorhanden. Nur besser kennzeichnen müsste man sie noch. So lieferte die WGV mit dem Herbstmarkt einmal mehr genügend Argumente dafür, die Einkäufe in Vaihingen zu erledigen.
