Über eine Million Euro für Gemeinnütziges
Ludwigsburg (aa) – Über eine Million Euro hat die Kreissparkasse Ludwigsburg im Jahre 2007 zusammen mit ihren fünf Stiftungen in rund 1000 gemeinnützige Projekte investiert. Und für das laufende Jahr wird die Summe nach Lage der Dinge noch gesteigert, denn das Stiftungskapital (derzeit zwölf Millionen Euro) soll aufgestockt werden. Als öffentlich-rechtliche Sparkasse sieht sich die KSK verpflichtet, das im Landkreis erwirtschaftete Geld auch zu einem guten Teil hier den Bürgern zugute kommen zu lassen.
„Gut.“ steht auf den roten Schreibblöcken. Damit ist in einem Wort gesagt, wie sich die Kreissparkasse Ludwigsburg selbst sieht. Als erfolgreicher Finanzdienstleister mit Engagement zum Nutzen der Menschen im Landkreis. Und das soll natürlich auch gesagt werden.
„Ob Mundarttheater, soziale Einrichtung für Senioren, lokale Umweltinitiative oder Sportverein – überall mangelt es an Geld. Die Kreissparkasse und ihre Stiftungen helfen im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten, wo immer es ihnen möglich ist“, macht Vorstandsvorsitzender Dr. Heinz-Werner Schulte zusammen mit Landrat Dr. Rainer Haas, der als Verwaltungsrats- und Stiftungsratsvorsitzender fungiert, klar.
Die Theaterförderung war zum Beispiel in Oberriexingen beim „Theater unter der Dauseck“ angesagt. Beim Lebenshilfe-Projekt im Vaihinger Spitalhof hat es einen dicken Scheck gegeben. Und auch die CJD Jugendmusikschule ist großzügig beim Kauf von Instrumenten unterstützt worden.
Insgesamt hat die Kreissparkasse zwölf Millionen Euro als Stiftungskapital angelegt (siehe Kasten). Das bringt bei der derzeitigen Zinslage (4,5 bis 5 Prozent) zwischen 500000 und 600000 Euro. Annähend die gleiche Summe kommt durch herkömmliches Sponsoring zusammen. Die erste Stiftung war für das Schullandheim Strümpfelbrunn gedacht (ab 1970). 1988 kam Kunst, Kultur und Bildung dazu – mit damals noch recht bescheidenen zwei Millionen Mark.
„Gegenüber unserem Marktgebiet und den Menschen hier haben wir eine Verantwortung, der wir uns gerne stellen. Denn unser umfangreiches gesellschaftliches Engagement ist wesentlicher Teil unserer Unternehmensphilosophie als Sparkasse mit öffentlichem Auftrag und öffentlichem Träger“, sagt Schulte. „Unsere guten Geschäftsergebnisse sind die Grundlage für diese gemeinnützigen Investitionen in den Kreis Ludwigsburg. Im Gegensatz zu manch amerikanischem Kreditinstitut verfügt die Kreissparkasse über ein nachhaltiges Geschäftsmodell, das nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern auf Kontinuität setzt und die Basis für unseren öffentlichen Auftrag bildet.“
Auch Landrat Dr. Haas betont, dass die Kreissparkasse einerseits erfolgreicher Finanzdienstleister sei, sich zum anderen aber „in vorbildlicher Weise für die Belange des Kreises und der Menschen hier engagiere“. So setze sich die Kreissparkasse seit Jahren verlässlich für die Jugend, den Sport, die Kultur, für Maßnahmen im Umwelt- und Naturschutz sowie für soziale Einrichtungen und Initiativen ein. „Wenn es die Sparkasse nicht geben würde, müsste man sie erfinden“, kommt es dem Landrat locker über die Lippen. Und er freut sich in der gegenwärtigen schwierigen Lage auf den Geldmärkten, dass auch die Bundespolitik die Sparkassen als Stabilitätsanker herausstellt.
Bis zu 50000 Euro reichen die Zuwendungen aus den Stiftungen. „Nach dem Gießkannenprinzip verfahren wir allerdings nicht“, macht Stiftungs-Geschäftsführer Baum deutlich, „wer Geld beantragt, sollte schon etwas Besonderes damit im Sinn haben.“ Der Landrat definiert es so: „Die Aktionen sollten über das, was alle machen, rausgehen.“ Und beim Naturschutz verlange man neben Eigenleistung auch einen anhaltenden Pflegeeinsatz. Wer sich Hoffnungen auf „geschenktes“ Geld macht, der liegt falsch.
KSK-Stiftungen
Ein wesentlicher Teil des Förderengagements der Kreissparkasse (KSK) entfällt auf ihre sechs Stiftungen, deren Stiftungskapital Anfang 2008 auf jetzt insgesamt zwölf Millionen Euro erhöht wurde. Die Stiftung Jugendförderung, Arbeit und Soziales verfügt nunmehr über ein Stiftungskapital von sechs Millionen Euro, bei der Kunststiftung sind es dreieinhalb Millionen, bei der Stiftung Umwelt- und Naturschutz eineinhalb Millionen. Hinzu kommt die neue Gesundheitsstiftung (gegründet 2007), die mit einem Stiftungskapital von einer Million Euro ausgestattet ist. Gemeinsam mit dem Landkreis trägt die KSK die Schullandheim-Strümpfelbrunn-Stiftung.
Die Erträge aus den Stiftungen stehen dauerhaft zur Finanzierung gemeinnütziger Projekte im Kreis Ludwigsburg zur Verfügung. Zu den Stiftungsprojekten kommen noch Spenden- und Sponsoringaktivitäten. Die Mittelverteilung sah folgendermaßen aus: Für Kunst und Kultur wurden 286000 Euro (27 Prozent) verwendet, für Soziales 275000 Euro (26 Prozent) für den Bereich Sport 326000 Euro (30 Prozent), für Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie sonstige Aktivitäten rund 179000 Euro (17 Prozent).
Anträge gehen an die Kreissparkasse Ludwigsburg, Schillerplatz 6, 71638 Ludwigsburg. Geschäftsführer der Stiftungen ist Dr. Thomas Baum.(aa)
