Donnerstag, 24. Mai 2012

Zehnte Illinger open


Luftballonstart beim verkaufsoffenen Sonntag in Illingen. Foto: Bögel
Luftballonstart beim verkaufsoffenen Sonntag in Illingen. Foto: Bögel

Illingen (ub) – Der Illinger Bürgermeister Harald Eiberger hat das selbst gemalte Logo kurz vor der Eröffnung bekommen. „Illingen hat’s“ stand auf dem kleinen Plakat, das die 86-jährige Martha Büttner entworfen hat. Und das war auch das Motto der zehnten „Illinger Open“.
Rund 40 Betriebe, dazu mit der Elektronikschrott-Recyclinganlage Süd-Rec und der Spedition Winner auch zwei Industriefirmen, machten gestern beim verkaufsoffenen Sonntag mit. Der Gewerbeverein als Veranstalter hatte extra einen Shuttle-Bus eingesetzt, damit die Besucher auch zum Industriegebiet Schweichling transportiert werden konnten.
„In einer lockeren Atmosphäre kann man sich bei uns über alle Neuheiten informieren“, lobte Ute Gehring, die Vorsitzende des Gewerbevereins die Aktion. Auf der Vaihinger Straße und der Bahnhofstraße, die für den Verkehr gesperrt waren, schlenderten bei schönem Herbstwetter die Besucher. Mit einer Pferdekutsche konnte man sich aber auch zum Illinger Eck bringen lassen.
Mit bunten Luftballons eröffneten Bürgermeister Harald Eiberger, Ute Gehring vom Bund der Selbstständigen und Enzkreis-Landrat Karl Röckinger gestern zur Mittagszeit die Illinger Open. Röckinger machte sich in seiner Rede für den Mittelstand stark. „Unser Mittelstand ist eine starke wirtschaftliche Kraft. Die Unternehmen und Betriebe sind in unserer Heimat verwurzelt. Man kennt sich. Man weiß, mit wem man es zu tun hat. Das ist bei den sogenannten global playern anders. Im Internet gibt es ja alles. Sie können sich alles kaufen und fast jede Dienstleistung ersteigern. Aber Sie wissen niemals ganz genau, wer denn nun dahinter steckt, ob Sie denn auch bekommen, was Sie wollten und ob die Arbeit auch qualitativ gut ausgeführt wird.“ Beim Meister um die Ecke sei das anders. „Der ist präsent. Er lebt hier. Und er will Sie als Kunde immer wieder gerne haben. Deshalb gibt er sich auch Mühe, lässt auch Fünfe mal gerade sein und ist auch zu nachtschlafener Zeit noch ansprechbar, wenn das Abwasserrohr verstopft oder geplatzt ist.“
Das sei auch der große Vorteil der Firmen vor Ort. Röckinger: „Leider ist es aber häufig so, dass der Prophet im eigenen Land nicht so rechte Geltung hat. Gott sei Dank ändert sich diese Ansicht gerade.“
Die heimischen Betriebe seien es, die sich beim verkaufsoffenen Sonntag in Illingen und Schützingen präsentieren. „Die Meister aus der Region, die Unternehmer aus der Heimat zeigen hier, was sie können, was sie leisten und welche Qualität sie bieten. Ich bin sicher, das heimische Handwerk und der heimische Mittelstand können bestehen im Wettbewerb mit durchreisenden Billiganbietern aus werweiß-woher und unbekannten Internet-Offerten. Hier wird Qualität geboten, hier wird Leistung erbracht. Hier gibt es Service und Freundlichkeit als Mehrwert obendrauf.“
Beim verkaufsoffenen Sonntag gab es auch noch einige Schmankerl: Dampfbahnfahrten, Ponyreiten, Kinderkarussell, Kranfahrten in schwindelnde Höhen und ein Astronautensimulator.


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