Donnerstag, 24. Mai 2012

Fragen rund um die Adern


"Blutdruckmessung" am Fuß. Foto: p
"Blutdruckmessung" am Fuß. Foto: p

Vaihingen (sr) – Morgen, am 15. Oktober,  haben VKZ-Leser die Möglichkeit, sich während einer Telefon-Aktion im Rahmen des vierten bundesweiten Gefäßtags unverbindlich und anonym bei drei Ärzten über Gefäßerkrankungen zu erkundigen. Das frühzeitige Erkennen und Behandeln spielt bei diesen Leiden eine große Rolle. Durch moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten können häufig sogar Amputationen verhindert werden.
Rund 60000 Amputationen werden pro Jahr allein aufgrund der Zuckerkrankheit durchgeführt. „Die Hälfte davon ist unnötig“, schätzen Experten, so die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie. Das rechtzeitige Erkennen und Behandeln der Erkrankung sei dabei von enormer Wichtigkeit und mitunter sehr einfach. Beispielsweise könne eine Durchblutungsstörung der Beine durch den Hausarzt mit Hilfe einer Art Blutdruckmessung erkannt werden.
 Bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen und Durchblutungsstörungen habe die Medizin in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Moderne Medikamente in Kombination mit „Gefäßtraining“ oder der Ballonerweiterung der Adern und dem Einbringen von Gefäßstützen, den so genannten Stents, kommen dabei zum Einsatz.
Jeder dritte über 40-Jährige leidet in Deutschland an „verkalkten“ Gefäßen. Hierbei ist die Funktionsfähigkeit der Schlagadern, also Arterien, beeinträchtigt. Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, falsche Ernährung und wenig Bewegung fördern diese arteriellen Gefäßerkrankungen. Die dadurch bedingten Durchblutungsstörungen können beispielsweise zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder zum so genannten Raucherbein führen. Doch nicht nur Arterien, auch Venen bereiten häufig Kummer: Sie verlieren mit dem Alter an Elastizität, eine ererbte Bindegewebsschwäche gilt als Ursache dafür. Im Endeffekt neigt das Blut bei diesen Menschen dazu, in die oberflächlichen und tiefen Beinvenen zurück zu sacken. Abgesehen davon, dass diese Krampfadern ein kosmetisches Problem darstellen, kann es zur Beinschwellung kommen. Das Gefühl schwerer Beine oder Muskelkrämpfe können die Folge sein. Außerdem neigen Krampfadern zu Entzündungen, die sehr schmerzhaft sein können. Immerhin jeder zweite Europäer ab dem 25. Lebensjahr entwickelt die auch Varizen genannten Krampfadern. Den Patienten kann mit verschiedenen Therapieformen geholfen werden.
Wichtig bei der Behandlung der Patienten ist die Kompetenz und der Austausch der spezialisierten Mediziner. Die notwendigen Strukturen hierzu sind in einem Gefäßzentrum wie dem Ludwigsburger Klinikum vorhanden.
An den Telefonapparaten der VKZ warten morgen (15. Oktober) von 18 bis 19 Uhr drei Mediziner auf die Fragen unserer Leser: Dr. med. Johannes Gahlen, Telefon (07042) 91910; Dr. med. Thomas Klötzer, Telefon (07042) 91911; Dr. med. Ekkehard Spohr, Telefon (07042) 91913.


Seitenanfang