Oberriexingen (vg). Bereits zum 22. Mal fand am vergangenen Wochenende eine Hobbykünstler-Ausstellung in der Oberriexinger Festhalle statt, die für jeden Geschmack etwas bereit hielt.
Von A wie ausgefallene Adventsgestecke bis Z wie zauberhafte Schmuckkreationen fanden die zahlreichen Besucher an rund 30 Ständen beste Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke für ihre Lieben auszusuchen oder sich selbst zu verwöhnen.
Alt wie Jung freute sich dabei über praktische Strickwaren, feine Spirituosen, Handgeschriebenes und Lichtdekorationen, während sich die kleinsten Gäste von handgenähten Bärchen, Puppenkleidern und schönem Holzspielzeug begeistern ließen. Gemälde verschiedener Stilrichtungen und individuelle Baby-Mode kamen ebenfalls gut an.
„Spaß an der Freude“ hatten aber auch die Hobbykünstler selbst, wie beispielsweise die beiden ältesten Teilnehmerinnen, Marianne Günther und Elisabeth Semmler. Beide zählen bereits 83 Lenze, sind seit 22 Jahren mit dabei und sehen ihre Arbeit als Jungbrunnen. Marianne Günther kommt als ehemalige Oberriexingerin stets gerne zurück zu ihren Wurzeln, um neben dem Verkaufen und Stricken ein Schwätzchen zu halten und alte und neue Bekannte zu treffen. „Gelernt habe ich das alles von meiner Mutter, die hier Handarbeitslehrerin war. In Stuttgart habe ich dann selbst ein Handarbeitsgeschäft mit fünf Filialen geführt, bis ich in Rente ging“, erklärt die rüstige Dame ihre Fingerfertigkeit. Die Vaihingerin Elisabeth Semmler, Mutter von Organisatorin Romy Vosseler, bereitet sich ab Oktober mit ihrer Tochter auf die Veranstaltung vor. Mittlerweile beteiligt sich die Familie sogar mit drei Generationen, denn auch Großneffe Leon näht mit seinen neun Jahren voller Eifer kleine Kuschelmäuse für den Verkauf, wie Romy Vosseler schmunzelnd berichtete.
Zurecht stolz auf ihre Auslagen waren auch die Damen des Kreativforums der Oberriexinger Kirchengemeinde, die ein ganzes Jahr lang für dieses Wochenende stickten, häkelten, strickten und nähten und stets offen für neue Trends sind, wie Margarete Kaiser verriet. So hatten sie diesmal ganz aktuell weihnachtlich verzierte Leuchtkugeln im Angebot, die so manche Besucheraugen zum Leuchten brachten.
Auch wenn der Samstag laut Organisatorin Romy Vosseler traditionell etwas ruhiger beginnt, war sie mit dem Verlauf bis zum Nachmittag zufrieden und erwartete für den zweiten Tag, „dass sich die Leute wie immer sonntags durch die Ausstellung schieben“. Denn für ihre Hobbykünstler wünscht sie sich, „dass sie trotz der Krise ein gutes Geschäft machen und im kommenden Jahr wieder alle mit dabei sein werden.“
