Donnerstag, 24. Mai 2012

Wenn der Schnee kommt, ist es zu spät




Bei den Reifendiensten ist gut zu tun, doch momentan herrscht kein riesiger Ansturm. Foto: Küppers
Bei den Reifendiensten ist gut zu tun, doch momentan herrscht kein riesiger Ansturm. Foto: Küppers

Vaihingen (rkü). Frühlingshafte Temperaturen sorgen dafür, dass in Werkstätten und Fachbetrieben für Autoreifen momentan nicht der ganz große Ansturm herrscht. Viele Autofahrer haben ihre Fahrzeuge bereits winterfest gemacht und die Unbelehrbaren warten ohnehin, bis der erste Schnee fällt.

Die Frage, ob die gewählten Reifen überhaupt für das jeweilige Auto zugelassen sind, lässt sich mit einem Blick in den Fahrzeugschein beantworten. Wer jetzt noch keine passenden Winterreifen hat, könnte allerdings Probleme bei der Auswahl bekommen. „Wenn Ende Oktober Reifentests veröffentlicht werden, sind manche Wunschfabrikate schnell nicht mehr lieferbar“, erklärt Georg Kusnier, Inhaber des gleichnamigen Reifendiensts in Vaihingen. Burkhardt Grözinger, Geschäftsführer von Grözinger Reifen, bestätigt: „Dieses Jahr hat die Reifenindustrie ein wenig am Markt vorbei kalkuliert. Gerade bei den gängigsten Größen gibt es Engpässe.“ Gute Winterreifen seien in allen Größen zu haben, unterstreichen beide Reifenexperten. Nur wenn es ein ganz bestimmtes Modell sein solle, könnte es sein, dass es schon ausverkauft sei.

Dazu komme, so Grözinger, dass durch die Abwrackprämie jetzt eine große Zahl kleinerer Autos auf dem Markt sei, für die es zum Teil kaum noch Stahlfelgen gebe. Aber auch das sei kein größeres Problem: „Notfalls muss eben auf die vorhandenen Felgen ummontiert werden – oder man nimmt Alufelgen, die auch nicht mehr viel teurer sind.“

Kusnier erklärt zum optimalen Zeitpunkt für den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen: „Ich kann nur jedem empfehlen, sich nach dem Kalender und nicht nach dem Wetter zu richten. Wenn der Wetterbericht sagt, dass Schnee kommt, ist es zu spät, einen Termin zu vereinbaren.“ An solchen Tagen bekomme er mehrere hundert Anrufe, könne aber maximal 60 Kundenfahrzeuge an einem Tag umrüsten.
Wer in so einer Situation zur Selbsthilfe greift – oder an seinem Auto sowieso lieber selbst Hand anlegt – muss darauf achten, die Laufrichtung einzuhalten, die auf der Außenseite des Reifens angegeben ist. Nur dann lassen sich die Fahreigenschaften der Winterreifen optimal ausnutzen. Außerdem sollte die Profiltiefe im Winter mindestens vier Millimeter betragen.




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