Donnerstag, 24. Mai 2012

Freizeitclub Vaihingen feierte




Mitarbeiter des Freizeitclubs zeigten ihre Sangeskünste. Foto: Elsässer
Mitarbeiter des Freizeitclubs zeigten ihre Sangeskünste. Foto: Elsässer

Rosswag (elf) – Seit 30 Jahren gibt es den Freizeitclub Vaihingen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Freizeitangebote für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Am vergangenen Samstag feierte der Verein Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker das beachtenswerte ehrenamtliche Engagement in der Sport- und Kulturhalle Roßwag.
Feiern und gefeiert werden – so hätte das Motto der Veranstaltung lauten können, denn im Mittelpunkt des Festes standen diejenigen, die sich jahrein- und jahraus aufopferungsvoll in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit für die Freizeitgestaltung von Menschen mit Behinderungen einsetzen.
Es war 1979, als sich ein kleiner Kreis von ehrenamtlichen Frauen und Männern aus dem Raum Vaihingen bildete, um den behinderten Menschen Freizeitangebote zu schaffen. Neben Kindergarten, Schule und Wohneinrichtungen sollten auch im Freizeitbereich verlässliche Angebote ermöglicht werden. Ziel war es, den Betroffenen eine angenehme und schöne Freizeit zu gestalten sowie die betreuenden Eltern und Angehörige zu entlasten.
Am Samstag feierte die Lebenshilfe gemeinsam mit den Mitarbeitern des Freizeitclubs. Diese fanden sich als Chor auf der Bühne wieder und schmetterten zu den Melodien von „Ein Stern, der Deinen Namen trägt“ und „Bruttosozialprodukt“ ihre selbst geschriebenen Texte. Auch sportlich und lustig betätigten sich die Freizeitclub-Mitarbeiter, die von Lebenshilfe-Geschäftsführerin Sandra Sailer mit Präsenten bedacht wurden. Durch das Programm führte die stellvertretende Vorsitzende Renate Solar.
Alt-OB Heinz Kälberer
„als privater Bürger“ zu Gast
„Als privater Bürger“, wie er betonte, besuchte Alt-Oberbürgermeister Heinz Kälberer die Feier, wollte es aber nicht versäumen, die Grüße von OB Gerd Maisch zu überbringen, der mit dem Gemeinderat auf einer Klausurtagung weilte. In einer besinnlichen Rede erinnerte Kälberer an den als „Euthanasie“ bezeichneten Mord an Behinderten im Dritten Reich. „Seien wir froh, dass wir heute und in diesem Europa leben“, sagte der Ex-OB und mahnte, dies als nicht selbstverständlich zu betrachten. Als Osteuropa-Beauftragter des Landes Baden-Württemberg habe er auch humanitäre Aufgaben. Bei verschiedenen Hilfsprojekten würden auch behinderte Menschen unterstützt. „Unsere Behinderten können dankbar sein, dass es Organisationen und Menschen gibt, die sich ihrer annehmen“, sagte Kälberer und lobte das ehrenamtliche Engagement der Menschen in den Vereinen. Durch das Empfinden und Denken von Behinderten fließe auch Vieles davon wieder zurück, was man in sie investiert hat.
Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Wilfried Schenk, Leiter der Sportabzeichen-Gruppe im TV Vaihingen, eine Spende in Höhe von 125 Euro an Rosemarie Bernhart vom Bereich Offene Hilfen. Das Geld stamme aus einer Tombola. Schenk wies darauf hin, dass drei Teilnehmer am Sportabzeichen aus den Reihen der Behinderten in diesem Jahr bereits zum neunten Mal geehrt wurden.




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