Vaihingen (aa). Der Termin für das nächste Strandleben in Vaihingen steht. Zwischen dem 17. Juli und dem 1. September 2010 wird der Marktplatz wieder zum großen Sandkasten. „Ich freue mich schon darauf“, meinte Oberbürgermeister Gerd Maisch bei der Bilanz-Besprechung für das Strandleben 2009. „Ich würde die Aktion auch jedes Jahr verkraften.“
Für den Strand ist eigentlich ein zweijähriger Rhythmus vorgesehen; 2010 wird der unterbrochen, um sich mit dem Kultursommer, geplant wieder 2011, zu vertakten. Ganz toll sei es 2009 gewesen, dass es fast nur positive Stimmen gegeben habe, wurde festgestellt. In der Tat belebte das Strandleben an 47 Tagen die Vaihinger Innenstadt ungemein, was natürlich auch am ausgesprochen schönen Wetter lag.
Sabine Gassner, bei der die Fäden der Organisation zusammenlaufen: „Wir haben viel Positives gehört.“ Die ausschließlich von Bürgern sowie Firmen finanzierte, organisierte und betreute Gemeinschaftsaktion sei durch die Zusammenarbeit und das Engagement vieler Menschen wieder zu einem Erfolg geworden. Dafür sprach Gassner allen Beteiligten – von den täglichen Müllsammlern bis zur Betreiberin des Kiosks – einen umfassenden Dank aus.
Für 2010 und die folgenden Jahre wird übrigens noch eine Person gesucht, die die Aktion als Kopf betreut, denn die Familie Gassner verlässt zum August Vaihingen. Die Angel sei zwar schon ausgehängt worden, „doch an ihr hängt noch nichts“, meinte Ulrike Schmidt-Hitschler, die eine treibende Kraft für das Strandleben ist, wenn man sie nicht sogar als die „Mutter“ der Aktion bezeichnen kann. Und ihren Mann Thomas als „Vater“.
Da der finanzielle Rahmen für den Strandsommer durchaus geordnet ist, lassen sich die Planungen mit einiger Zuversicht angehen. In diesem Jahr standen den Einnahmen von rund 4800 Euro (davon 1310 Euro aus dem Buttonverkauf und 1100 Euro aus der Straßensammlung von Sigrid Strey) zwar Ausgaben von rund 6000 Euro gegenüber, doch das lag vor allem an der Anschaffung von neuen Liegestühlen und Schirmen (zusammen rund 2300 Euro), was 2010 wegfallen wird. Es bleiben als Basiskosten rund 2300 Euro für den städtischen Bauhof und 1100 Euro für den Sand. Das Geldpolster liegt derzeit bei 2800 Euro. Eine solche Summe will man nach Möglichkeit immer als Rücklage haben.
Wohin kommt der Kiosk? Das war eine Frage bei der Vorschau. Er muss in Zukunft über einen Wasseranschluss verfügen. Das ist eine Auflage des Landratsamtes. Denkbar ist der Standort vor dem Rathaus, doch das muss erst noch geprüft werden. Der Marktplatzbrunnen soll auch künftig als Spielplatz erhalten bleiben. „Wir mussten den Wasserspiegel in diesem Jahr aus Versicherungsgründen auf 40 Zentimeter absenken“, berichtete OB Maisch. Jetzt werde an einer Lösung mit einem Zwischenboden getüftelt, damit der Brunnen immer gefüllt wirke.
Geworben werden für das Strandleben sollte nach dem Willen der Macher unbedingt auch an den Schildern an der Bundesstraße 10 (soll im Vaihinger Stadtmarketingkreis besprochen werden) sowie im Januar im Rahmen der CMT in Stuttgart. Und der Wunsch ist auch noch, einen „Leuchtturm“ in den Sand zu stellen – vielleicht in Form einer Litfasssäule. Rafael Prellezo, Vorsitzender des Vereins „Holzwurm“, hat es bei der Besprechung schon mal notiert…
