Donnerstag, 24. Mai 2012

Bildungspartnerschaft




Schulleiter Hans-Günter Peisch und Personalleiter Ralf-Jürgen Finckh (vorne) haben gestern eine Bildungspartnerschaft zwischen dem Stromberg-Gymnasium und der Halleschen Private Krankenversicherung unterschrieben. Die Zeremonie wurde von Schülern der Jahrgangsstufe 10 verfolgt. Foto: Bögel
Schulleiter Hans-Günter Peisch und Personalleiter Ralf-Jürgen Finckh (vorne) haben gestern eine Bildungspartnerschaft zwischen dem Stromberg-Gymnasium und der Halleschen Private Krankenversicherung unterschrieben. Die Zeremonie wurde von Schülern der Jahrgangsstufe 10 verfolgt. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Es sollen berufliche Inhalte in die Schule getragen werden. Verbessert werden soll der Übergang von der Schule zum Studium oder Berufsleben. Gestern wurde in Vaihingen eine weitere Bildungspartnerschaft zwischen einer Schule und einem Unternehmen unterschrieben.
Nach der Ferdinand-Steinbeis-Realschule und der Firma Romai in Horrheim haben nun auch das Stromberg-Gymnasium und die Hallesche Private Krankenversicherung eine Kooperation. Schulleiter Hans-Günter Peisch und Personalleiter Ralf-Jürgen Finckh setzten gestern Morgen ihre Unterschriften unter die Vereinbarung einer Bildungspartnerschaft. Dabei soll die Zusammenarbeit den Schülern die Vielfalt der Berufswelt anhand praktischer Bildungsprojekte näher bringen und eine Orientierungshilfe bei der Berufsfindung sein. „Das Unternehmen soll dabei den Schülern im Verlauf ihrer Schullaufbahn als Modell der unternehmerischen Arbeitswelt in unterschiedlichen Fächern und verschiedenen Jahrgangsstufen begegnen“, heißt es in dem Vertragstext.
Die „Vereinbarung über den Ausbau der Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen in Baden-Württemberg“ wurde zwischen der Landesregierung und der Wirtschaft im letzten Jahr geschlossen – das Ziel: jede weiterführende Schule im Land soll eine betriebliche Partnerschaft aufbauen.
„Mit der Halleschen haben wir einen starken Partner“, sagte Oberstudiendirektor Hans-Günter Peisch. Dabei ist der Versicherungskonzern mit bundesweit 1000 Mitarbeitern und rund einer halben Million Kunden kein Unbekannter am Stromberg-Gymnasium: So bot das Untermnehmen bereits Bewerbertrainings für die zehnten Klassen an. Peisch: „Mit der Bildungspartnerschaft wird zusammengeführt was zusammengehört.“ Die Bildungspartnerschaft sei ein weiterer Meilenstein in der berufsorientierten Ausrichtung der Schule. So gebe es regelmäßige einwöchige Praktika, die Teilnahme am Girls Day, den Studientag, Experten von außen, die den Unterricht gestalten, den Studien- und Berufemarkt und das Neigungsfach Wirtschaft. Peisch: „Wir sind gut und wir wollen immer besser werden. Stillstand bedeutet Rückschritt.“
Ralf-Jürgen Finckh, Personalleiter der Halleschen, mit Wohnort in Kleinglattbach, betonte, dass sein Unternehmen in den kommenden Jahren die Ausbildungsplätze ausbauen werde. So werde das Spektrum künftig auch das Gesundheitsmanagement umfassen. „Mit der Bildungspartnerschaft wollen wir auch einen leichteren Übergang von der Schule in den Beruf oder das Studium leisten“, so Finckh. Die Schüler sollen erfahren: „Wie sieht es in einem Unternehmen wirklich aus, wie bekomme ich einen Ausbildungsplatz?“
Auch der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch, der gestern vor 20 Jahren seinen ersten Arbeitstag hatte, wünschte den Schülern des Stromberg-Gymnasiums, dass sie später bei der Ausbildung viel Spaß haben. „Und es gibt bestimmt Tage, da sehnen sich die Schüler in die Schule zurück.“




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