Vaihingen (ub) – Den Neubau einer Vaihinger Feuerwache soll es im Gebiet Fuchsloch geben, der Baubetriebshof bekommt einen Neubau auf dem bisherigen Grundstück an der Friedrich-Kraut-Straße, ein Technisches Rathaus wird neu im Quartier Markt-, Radbrunnen- und Oberamteigasse in der Innenstadt gebaut.
Mit diesen Standortvorschlägen geht die Stadtverwaltung in die kommunalen Gremien: Am Montag (1. Dezember) um 18 Uhr diskutiert der Stadtteilausschuss, am Donnerstag (4. Dezember) um 18.30 Uhr der Ortschaftsrat Kleinglattbach, am 8. Dezember nichtöffentlich der Technische Ausschuss und am 17. Dezember der Gemeinderat.
In einer Machbarkeitsstudie wurden zwei Varianten untersucht, die aber beide nicht zukunftsfähig seien. Die Variante 1 sieht Neubauten für den Baubetriebshof und der Feuerwache in der Friedrich-Kraut-Straße und für das Technische Rathaus in der Innenstadt vor. Bei der Variante 2 könnte der Bauhof am vorhandenen Standort in Kleinglattbach umsiedeln, der Feuerwehr bekäme am seitherigen Standort einen Neubau, das bestehende Technische Rathaus würde saniert werden. Das Problem: Das Grundstück in Kleinglattbach wäre selbst für die Solitärlösung Bauhof zu klein und Teile müssten am bisherigen Standort bleiben. Die Feuerwehr hätte bei dieser Lösung weiterhin Platzmangel und die Sanierung des Rathauses an der Friedrich-Kraut-Straße sei deutlich teurer als ein Neubau.
Deshalb schlägt die Verwaltung für die Feuerwehr einen Neubau im Gebiet Fuchsloch vor. Hier könnten sämtliche Nutzungsansprüche uneingeschränkt verwirklicht werden und für die Einsatzerfordernisse sei die Lage gut. Stadtplaner Ernst Loos: „Wegen der Lage am Ortseingang ist auf eine architektonische Gestaltung besonderes Augenmerk zu richten. Der genaue Standort ist bezüglich der Ausfahrtssituation noch in Abstimmung mit der Feuerwehr zu ermitteln.“ Der Baubetriebshof mit Wasserwerk bleibt mit einem Neubau alleiniger Nutzer des Grundstücks an der Friedrich-Kraut-Straße. Hier können alle Nutzungsanforderungen realisiert werden und das Grundstück ist groß genug, um auf spätere „Änderungsnotwendigkeiten“ zu reagieren. Eine großer Teil der erforderlichen Fläche für einen Neubau des Technischen Rathauses zwischen Markt- und Oberamteigasse sind bereits in städtischem Eigentum. Die Vorteile: vereinfachte Funktionsabläufe durch die Nähe zur übrigen Verwaltung, Belebung der Innenstadt, Beseitigung städtebaulicher Missstände und Schließung einer Baulücke. Wird der Bereich in ein Sanierungsgebiet aufgenommen, kann mit Zuschüssen gerechnet werden.
Wenn der Gemeinderat die Standortentscheidungen getroffen hat, soll bereits im Januar ein Zuschussantrag für den Neubau der Feuerwache gestellt werden. Zeitpunkt für den Baubeginn wäre dann Mitte 2010. Auch bei den beiden anderen Projekten strebt die Verwaltung eine „zügige Realisierung“ an.
