Donnerstag, 09. Februar 2012

Lichternacht in Vaihingen


Lichternacht in Vaihingen. Foto: Bögel
Lichternacht in Vaihingen. Foto: Bögel

Vaihingen (ub) – Klirrende Kälte, warmes Licht, dampfender Glühwein, offene Geschäfte – die dritte Vaihinger Lichternacht lockte gestern Abend wieder die Menschen in die Stadt. In der stimmungsvoll beleuchteten Innenstadt reizte die besondere Einkaufsatmosphäre bis um 23 Uhr.
Die Männer von der Soundlight Company waren am Freitag ab 8 Uhr unterwegs: Sie sorgten mit 180 Scheinwerfern, 200 Dreifach-Steckdosen und rund 2,5 Kilometer verlegten Stromkabeln für die richtige Illumination in der Stadt. Und das Spät-Abend-Shopping der Einzelhändler und Mitglieder der Vaihinger Werbegemeinschaft kam beim Publikum an. In der Fußgängerzone drängten sich die Menschen, nutzten die Gelegenheit für den Einkauf, wärmten sich an den Ständen oder in den Gaststätten auf.
„Die Stimmung ist gut, die Leute sind da“, freute sich auch Hans Becker, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Damit habe sich die Aktion, die gestern bereits zum dritten mal stattfand, bewährt.
Für besondere Akzente sorgten die „Brettener Feuerbälle“; Dreimal hatten sie in der Heilbronner Straße, beim Bürgerbrunnen und auf dem Marktplatz ihren „heißen“ Auftritt. Mit viel Beifall wurde das feurige Spektakel honoriert. Die leiseren Töne bevorzugte das Quartett des Musikvereins, das weihnachtliche Lieder in der Fußgängerzone spielte. Und noch einmal Musik: Jürgen Hermann eroberte mit seinem rollenden Klavier bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Ohren der Besucher.
Während bei der Premiere der Lichternacht die Menschen erst gegen 20 Uhr in die Stadt strömten, war gestern bereits vor 19 Uhr ein reges Treiben. Becker: „Normalerweise werden bei uns um 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt. Bei der Lichternacht haben wir so aber eine tolle Atmosphäre.“
Ein bisschen unglücklich lief die Aktion mit dem EnBW-Truck (siehe Bericht in dieser Ausgabe): Zuerst sollte der Werbe-Lastwagen auf dem Marktplatz stehen, dann – wie angekündigt – auf dem Spitalhof. Doch da war das Gefährt für die darunter liegende Tiefgarage zu schwer. Deshalb musste in die Köpfwiesen ausgewichen werden. Becker: „Das ist zwar nicht unsere Sache, aber der beleuchtete Lastwagen hätte unsere Lichternacht auf jeden Fall bereichert. So müssen ihn die Leute suchen.“
Bedauert wird von den Organisatoren, dass es auch immer wieder „beleuchtete Löcher“ in der Innenstadt gibt. Becker: „Es wäre doch toll, wenn wir bei der Beleuchtungsgeschichte eine Einheit bilden könnten.“
Die Nachtshopper störte das nicht: Ab 21 Uhr war es immer schwieriger, einen Weg durch die Fußgängerzone zu finden.


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