Donnerstag, 24. Mai 2012

Familiendrama aufgeklärt


Die Spurensicherung untersuchte gestern den Tatort. Foto: Schmid

Kleinsachsenheim (phs/lsw) – Das Familiendrama mit zwei Toten in Kleinsachsenheim ist weitgehend aufgeklärt. Der 53-jährige Mann, der am Sonntag vom Bietigheimer Eisenbahn-Viadukt in den Tod sprang, hat vorher seine 52-jährige Ehefrau getötet. Als Motiv für die Tat nennt die Polizei die angebliche Perspektivlosigkeit des Mannes. Das gehe aus einem Abschiedsbrief hervor. „Unsere erste Vermutung hat sich damit bewahrheitet“, sagte Sprecher der Polizei in Ludwigsburg.

Der 53-Jährige, der mit seiner Frau in der Kleinsachsenheimer Maybachstraße wohnte, sprang in der Nacht zum Sonntag gegen 2.10 Uhr vom Eisenbahn-Viadukt in Bietigheim-Bissingen in die Enz. Zeugen hatten den Sprung von dem 33 Meter hohen Bauwerk beobachtet und Rettungskräfte alarmiert. Die konnten aber nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Polizeibeamte wollten anschließend die Angehörigen des Mannes benachrichtigen. In der Wohnung fanden sie die Leiche der 52-jährigen Frau im Bett. Sie wurde am gestern obduziert. Zur Todesursache wollen jedoch weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Auskünfte geben. Sie sei jedoch definitiv einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Beamte der Spurensicherung suchten gestern in der Wohnung nach Beweisen. „Der genaue Tatablauf liegt noch im Dunkeln“, sagte der Polizeisprecher. Das Motiv für die Tat sei aber „absolut privat“. Nachbarn wollen am Samstagabend Lärm aus der Wohnung gehört haben.


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