Vaihingen – Die Straßenmeisterei Vaihingen ist in Alarmbereitschaft: Die Wetterdienste haben für heute Abend den ersten Schnee angekündigt. Rund 2000 Tonnen Streusalz liegen für diesen Winter in den Vaihinger Lagerhallen bereit.
„Wenn heute kein Schnee fällt, dann sind wir ein bisschen beleidigt“, sagt Peter Rudolph, Leiter der Vaihinger Straßenmeisterei. Schließlich haben verschiedene Wetterdienste übereinstimmende Meldungen herausgegeben. Der Tenor: Heute fällt vermutlich der erste Schnee – und zwar pünktlich zum Feierabendverkehr. Rudolph: „Bei diesen Vorhersagen muss es einfach schneien.“
Darauf ist die Straßenmeisterei bestens vorbereitet: Rund 2000 Tonnen Streusalz sind in der Halle an der Bundesstraße10 eingelagert, sieben Fahrzeuge stehen bereit und 21 Mann haben sich auf den Schichtbetrieb vorbereitet. Die Vaihinger sind für knapp 230 Straßenkilometer zwischen Häfnerhaslach, Vaihingen, Gerlingen und Münchingen-Kallenberg verantwortlich. Im Ernstfall muss das Team um Peter Rudolph ab 3.30 Uhr für freie Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sorgen.
„Die Dienstpläne für unsere Einsätze stehen bereits seit drei Wochen“, erläutert Rudolph. Von daher sehe er der Aufgabe gelassen entgegen. Gearbeitet wird bei der Vaihinger Straßenmeisterei im Zwei-Schicht-Betrieb. Bis sieben Uhr sollen viel befahrene Strecken für den Berufsverkehr geräumt sein. „Wenn nötig, dann rückt das zweite Team um 11.30 Uhr an“, sagt er.
Alarmiert wird der Räumdienst im Notfall auch zu anderen Zeiten von der Polizei. Im Normalfall wird allerdings auf die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes gesetzt. „Wir haben über das Internet Zugriff auf alle Wetterdaten und wenn es hart auf hart kommt, dann bekommen wir auch noch E-Mails“, erläutert Rudolph. Und wenn der Räumdienst schließlich ausrückt, dann wird zuerst der Schnee mit einem drei Meter breiten Räumschild zur Seite geschoben. Gegen eisige Straßen wird danach Salz gestreut: „Das Salz ist grobkörnig und wird vor dem Streuen noch mit einer Salzlösung bestäubt“, sagt Rudolph. Die Flüssigkeit sorge dafür, dass die Körner besser am Boden haften. Ein Fahrzeug kann drei bis vier Kubikmeter Salz und 2000 Liter Flüssigkeit fassen. Eine Fahrt kostet etwa 800 Euro.
Im vergangenen Winter haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei 800 Tonnen Salz verbraucht. „Das war relativ wenig“, sagt Peter Rudolph. Im Jahr 2005 sei es da schon mehr gewesen – rund 1800 Tonnen. Wie viel in diesem Jahr verbraucht wird, könne er jetzt noch nicht sicher sagen. Aber: „Unser Lagerbestand reicht auf jeden Fall aus.“
Philipp-Marc Schmid
