Sanierung des Großglattbacher Rathauses steht bevor
Großglattbach (elf) – Kelter, altes Schulhaus, Rathaus – die alten öffentlichen Gebäude im Mühlacker Stadtteil Großglattbach drücken schwer aufs Stadtsäckel. Gestern Abend stand die Sanierung samt Umbau des Rathauses auf der Agenda des Gemeinderats.
Die Sanierung der städtischen Gebäude in Großglattbach kostet die Stadt Mühlacker ein Vermögen. Kein Wunder, dass sich die Verantwortlichen Gedanken um verschiedene Varianten machen. So belaufen sich die Kosten für eine grundlegende Generalsanierung des Rathauses samt Raumprogramm nach Schätzung des Architekturbüros Buck auf rund 643000 Euro. Eine günstigere Alternative sieht lediglich eine energetische Instandsetzung zum Preis von etwa 290000 Euro vor.
Nachdem die Stadt die Großglattbacher Rathaus-Außenstelle auf Wunsch des Gemeinderats nicht im alten Schulhaus (Ritterweg 21) unterbringen darf, sondern an alter Stelle belassen soll, – einem Verkauf des Gebäudes erteilte das Gremium ebenso eine Absage – steht nun eine Sanierung an. Im Obergeschoss des Gebäudes sind bislang lediglich die Rathaus-Außenstelle, die Kinder-Bibliothek sowie ein Arztzimmer untergebracht. Der Rest ist ungenutzt. Also regte die Stadtverwaltung an, mit den Sanierungsmaßnahmen gleichzeitig einen Umbau zu verknüpfen. Auf diese Weise soll eine ertragbringende und sinnvolle Nutzung des Hauses erreicht werden.
Demnach sollen Amtszimmer, Bibliothek und Arztraum nach unten ins Erdgeschoss kommen. Im Obergeschoss sind zwei Wohnungen mit jeweils rund 60 Quadratmetern vorgesehen. Im Dachgeschoss soll ein Archivraum untergebracht werden. Die Planung sieht außerdem vor, dass der bisherige Eingang auf der Straßenseite entfällt. Die Fläche des bislang überdachten Eingangsbereichs soll künftig im Innern des Gebäudes genutzt werden. Der Eingang des Rathauses soll – ebenso wie der Zugang zu den Wohnungen – auf die Nordseite gelegt werden. Erwartete Gesamtkosten: rund 643000 Euro. Für das Projekt hat die Stadtverwaltung Fördergelder beantragt.
Dieser Generalsanierung samt Umbau hat die Stadt Mühlacker eine geringerwertige und kostengünstigere Alternative gegenüber gestellt. Diese sieht lediglich eine energetische Instandsetzung sowie im Gebäudeinnern eine „kosmetische Renovierung“ vor. Eine Nutzungsänderung der Räume sieht diese Variante nicht vor. Die geschätzten Kosten liegen in diesem Fall bei rund 290000 Euro.
Über die Einstellung der benötigten Mittel wird der Senderstädter Gemeinderat im Zuge der Haushaltsberatungen 2009 entscheiden.
