Donnerstag, 24. Mai 2012

Seniorennachmittag in Aurich


250 Gäste beim Seniorennachmittag in Aurich. Foto: Bögel
250 Gäste beim Seniorennachmittag in Aurich. Foto: Bögel

Aurich (ub) – Gemeinsames Singen mit dem Pfarrer, Sketche vom Gesangverein und vom Tennisclub, Vorführungen des Kindergartens und der Tanzschule Dance like crazy – für die rund 250 Gäste beim Seniorennachmittag der Stadt Vaihingen in der Turn- und Festhalle in Aurich wurde am Samstagnachmittag einiges geboten.
Und die Bürger aus Gündelbach, Horrheim, Ensingen, Kleinglattbach, Vaihingen, Riet, Enzweihingen, Roßwag und Aurich, die mit Bussen gebracht wurden, erlebten den traditionellen Seniorennachmittag in einer renovierten Halle. „Aurich hat sich extra für diesen Anlass herausgeputzt“, so Ortsvorsteherin Helga Eberle. Jetzt fehle an der Turn- und Festhalle nur noch der Anbau. „Und dann hätten wir auch noch gerne neue Toiletten.“ Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch rechnete in seinem Grußwort aus, dass die Stadt jährlich zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro für die Modernisierung der Hallen in den Stadtteilen ausgebe. Aber das Geld sei gut angelegt.
Eberle bedauerte beim Seniorennachmittag – die älteren Mitbürger wurden von der Stadt zu Kaffee, Kuchen und einem Viertele eingeladen –, dass es in den kleineren Stadtteilen zunehmend schwieriger mit dem Einkaufen werde. In Aurich schließe beispielsweise die Bäckereifiliale in der Gottfried-Keller-Straße aus wirtschaftlichen Gründen zum Jahresende. „Zum Glück haben wir noch unsere Metzgerei.“ Auch OB Maisch beklagte diese Entwicklung: „Gerade für die älteren Menschen ist die dezentrale Versorgung wichtig.“ Aber man werde sich auf Dauer nicht gegen die „Abstimmung mit dem Auto“ wehren können.
Der Oberbürgermeister unterstrich beim Seniorennachmittag die Leistungen der Stadt. In 21 Kindergärten seien rund 1200 Kinder in der Betreuung. Dazu sei die Kommune Träger von 14 Schulen. „In allen Stadtteilen gibt es eine Grundschule – und das soll auch so bleiben“. Attraktive Angebote gebe es ebenfalls für Senioren, „allerdings brauchen wir da die Hilfe von Vereinen und der Kirchen“.
Angesichts der Bankenkrise gab das Stadtoberhaupt Entwarnung: „Wir haben aufgepasst und das Geld sicher angelegt.“ Die finanzielle Gesamtsituation der Stadt sei gut, wenn es auch schwierig sei angesichts der Finanzkrise die Weiterentwicklung zu prognostizieren. Als „große Aufgaben“ stehen der Neubau des Bauhofs, der Feuerwehr und die Unterbringung des Technischen Rathauses an. Ein wichtiges Dauerthema sei die Kinderbetreuung.
Am Samstagnachmittag wurden aber erst einmal die älteren Bürger der Stadt für zweieinhalb Stunden „betreut“. Pfarrer Hans-Peter Müller sang mit den Gästen Volkslieder wie „Am Brunnen vor dem Tore“ oder „Im schönsten Wiesengrunde“. Für Lacher sorgten die Sketche, für visuelle Höhepunkte eine Schau der Auricher Künstler Birgit Wittmaier, Monika Otterbach, Albrecht Brenner und Heinz Lutz.


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