Rekordteilnahme beim Illinger Kunsthandwerkermarkt
Illingen (elf) – Teilnehmerrekord beim 12. Illinger Kunsthandwerkermarkt: Insgesamt 60 Aussteller hatten am Wochenende in den Räumen der Grund-, Haupt- und Realschule Illingen ein vielseitiges Angebot parat – sechs mehr als im vergangenen Jahr. Und Organisatorin Monika Fillips frohlockte: „Das ist noch steigerungsfähig.“
Dass in diesem Jahr so viele Kunsthandwerker wie noch nie in Illingen ausstellten, lag vor allem am Erfolg des vergangenen Jahres. Da zog der Markt vom Rathaus in die Schule um, wo alles viel geräumiger ist. „Das hat sich bewährt“, sagt Monika Fillips, die allerdings mehr Wert auf Qualität als auf Quantität legt. „Schließlich will ich einen Kunsthandwerkermarkt haben und keinen Bastelmarkt“, sagt sie. Entsprechend viele Profis boten am Wochenende zwei Tage lang ihre Waren in der Schule feil – rund 70 Prozent Kunsthandwerker, der Rest waren Hobbykünstler. So wie Nadine Guth aus Illingen, die mit ihren 19 Jahre die jüngste Ausstellerin war. Die Schülerin war zum dritten Mal dabei und versuchte, ihre gemalten Bilder an die Kundschaft zu bringen. Sie malt ausschließlich mit Acryl auf Leinwand und nimmt sich ihre Motive aus allen Bereichen des Lebens. Nach ihrem Abitur, das sie nächstes Jahr in Angriff nimmt, möchte sie Grafik-Design studieren. Die Malerei soll lediglich ein Hobby bleiben.
So wie bei Albert Zeilmeier, der mit 73 Jahren der älteste Teilnehmer war. Er hatte Drechselarbeiten im Angebot. Der ehemalige Maurer stammt aus Dingolfing und lebt bereits seit 34 Jahren in Illingen. Mit Holz hat er schon immer gerne gearbeitet, so dass er das Drechseln zu seinem Hobby machte. Nicht weit weg von ihm war mit Werner Proß ein alter Bekannter aus Vaihingen zu finden, der ebenfalls Arbeiten aus Holz im Programm hatte: Holzspielzeug, Garderoben, Rätschen und vieles mehr. Er hat auch immer wieder einen Gag parat und präsentierte in diesem Jahr einen Pinkelstock. „Ein Gegenstand, den Sie Männern ab einem gewissen Alter nicht mehr schenken sollten“, witzelte Proß.
Auch in diesem Jahr war es Organisatorin Monika Fillips also wieder gelungen, den Marktbesuchern eine sehenswerte Vielfalt zu bieten, was auch gut fürs Geschäft war. Profitiert haben die Aussteller in diesem Jahr übrigens auch davon, dass der Samstag ein Feiertag war. So fanden noch ein paar Besucher den Weg in die Schule.
Der Illinger Bildungseinrichtung sollte auch der Erlös der Veranstaltung zufließen. Kein Wunder, dass Bürgermeister Harald Eiberger in seinem Grußwort die Besucher zum Kauf anspornte: „In Zeiten der Bankenkrise ist es besser, Sie legen Ihr Geld hier an. Da wissen Sie wenigstens, was Sie haben.“ Im Übrigen müsse man weit fahren, um einen Kunsthandwerkermarkt mit einem solch attraktiven Angebot zu finden.
