Vaihingen (elf) – Die Entwicklung der Schülerzahlen am Friedrich-Abel-Gymnasium in Vaihingen lässt die Schule erneut an ihre (Kapazitäts-)Grenzen stoßen. Im Moment fehlt es vor allem an geeigneten Räumlichkeiten für eine Ganztagesbetreuung. Deshalb hat die Stadt reagiert und möchte im kommenden Jahr den überdachten Teil des Pausenhofs zu einem verglasten Aufenthaltsbereich umbauen.
Genau 1076 Schüler besuchen derzeit das Friedrich-Abel-Gymnasium in Vaihingen. Lediglich ein Viertel davon kommt aus der Kernstadt und kann zwischen Vormittags- und Nachmittagsunterricht bequem nach Hause gehen. Der Rest stammt aus den Stadtteilen und muss oftmals sehen, wie er die Mittagspause überbrückt. Da nicht alle Schüler täglich Mittagsschule haben, wird für das FAG ein Betreuungsbedarf von 450 Schülern prognostiziert. Grund genug, hierfür ein entsprechendes Raumangebot zu schaffen. Dies erkannte auch die Stadt Vaihingen, die nun mit einer Baumaßnahme für insgesamt rund 267000 Euro für Abhilfe sorgen will.
Mit IZBB-Mitteln des Bundes wurde bereits der bestehende Aufenthaltsbereich renoviert. Neue Bänke und Stühle, neue Tische und neue Lampen hat es hier gegeben. „Doch das wird bei weitem nicht ausreichen“, sagt Schulleiter Hans-Joachim Sinnl, der sich darüber freut, dass sich Oberbürgermeister Gerd Maisch persönlich vor Ort von der Notwendigkeit einer Erweiterungsmaßnahme im Bereich der Ganztagesbetreuung überzeugt hatte.
Für die Realisierung wurde der überdachte Teil des Schulhofes in Betracht gezogen. So ist vorgesehen, den überdachten Pausenhof mit Ausnahme des Zugangs zur Schule zu einem Aufenthaltsbereich umzubauen, der für die Ganztagesbetreuung genutzt werden soll. Hierfür sollen die beiden Außenwände als Glassfassadenkonstruktion mit Sonnenschutz errichtet werden. Der Innenbereich soll in drei Räume aufgeteilt werden: ein Raum, in dem still gearbeitet werden soll, ein Kommunikationsraum für Gruppenarbeit sowie ein Spielraum. Die beiden Innenwände, die die drei Räume voneinander trennen, sollen verschiebbar sein, damit der Bereich auch als ein großer Raum genutzt werden kann. Die Fassade des mittleren Raumes soll eine Möglichkeit zum Öffnen erhalten, damit bei Veranstaltungen auch der Schulhof mit einbezogen werden kann.
Der vorhandene Bodenplattenbelag soll ausgebaut und ein neuer Boden eingebaut werden. Eine neue Decke ist ebenso erforderlich wie den Zugang zum Knaben-WC zu verlegen. Die Gesamtkosten für die komplette Maßnahme werden auf rund 267000 Euro geschätzt. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat den Bedarf bereits mündlich anerkannt, ein Antrag auf Förderung in Höhe von 128000 Euro wurde gestellt. Wegen des dringenden Bedarfs soll mit den Arbeiten bereits im nächsten Jahr begonnen werden. Die erforderlichen Planungen soll das Architekturbüro Stecher vornehmen. Gestern Abend hat der Vaihinger Stadtteilausschuss beraten, am morgigen Mittwoch (18 Uhr) wird der Sozial- und Kulturausschuss über das Thema abstimmen. Schulleiter Hans-Joachim Sinnl hofft auf das Wohlwollen der Stadträte: „Der neue Bereich würde gleichermaßen die Betreuungs- und Unterrichtsqualität erhöhen.“
