Donnerstag, 24. Mai 2012

Jubiläum der Segelflieger


Trommeln für die Vaihinger Segelflieger. Foto: Bögel
Trommeln für die Vaihinger Segelflieger. Foto: Bögel

Vaihingen (ub) – Bombastischer Trommelwirbel zum Jubiläum des Flugsportvereins Vaihingen: Am Samstagabend bebte die Stadthalle, als Georgie Hocker das gesamte Publikum zum Mitmusizieren animierte. Selbst Oberbürgermeister Gerd Maisch und FSV-Vorsitzender Artur Mayer griffen zur Rassel.
Uli Schwenk aus Münsingen sorgte für die schönen Bilder beim Festabend zum 75-jährigen Bestehen des Flugsportvereins, Georgie Hocker setzte die musikalischen Akzente. Das formale i-Tüpfelchen steuerte der Vizepräsident des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes, Hans-Joachim Pross, bei: Er verlieh den Vaihinger Segelfliegern das Ehrendiplom Wolf Hirth. Diese Urkunde ist nach einem Pionier des Segelflugsports benannt.
„Wir wollen heute Abend mehr miteinander reden und zusammen feiern, als große Grußworte halten“, gab FSV-Chef Artur Mayer die Devise aus. Aber einen Wunsch zum Geburtstag des Vereins musste Mayer in der Stadthalle doch loswerden: „Auf unserem Flugplatz auf dem Weitfeld fehlt uns noch eine Halle für die Flugzeuge. Momentan gibt es da noch unüberbrückbare Hürden. Deshalb mein Wunsch: Unterstützen Sie uns bei unseren Bemühungen.“
Und mit Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch hatten die Flugsportler den richtigen Ansprechpartner im Saal. Maisch: „Eine Werkstatt und eine Halle in der Nähe des Flugplatzes sind wünschenswert. Da müssen wir uns im nächsten Jahr zusammensetzen. Aber das Vorhaben Flugzeughalle leuchtet ein.“ Seither müssen die Segelflieger ihre Ausrüstung immer von der Werkstattbasis in der Marienburger Straße zum Weitfeld hochtransportieren.
Maisch bescheinigte am Samstagabend dem Flugsportverein 75 Jahre Engagement und 75 Jahre intensive Arbeit. „Es geht dabei aber nicht nur um das Hobby, sondern auch um den Leistungssport.“ Eine Bitte äußerte das Stadtoberhaupt: „Ich hoffe, dass ich wie meine Vorgänger einmal eine Flugzeugtaufe durchführen darf.“
Der Flugsportverein Vaihingen, so Maisch, verbinde Innovation mit Kontinuität. Das zeige sich daran, dass beispielsweise Vater und Sohn Mayer zusammen 37 Jahre lang die Geschicke des Vereins bestimmten. Maisch versprach, sich für den Erhalt des Flugbetriebs in der jetzigen Form einzusetzen. „Da will ich mich einbringen.“ Der Flugsportverein trage den Namen der Stadt Vaihingen positiv in die Lande.
Mit dem 75-jährigen Bestehen ist der Flugsportverein Vaihingen einer der ältesten Fliegergruppen im Land. Das bestätigte Hans-Joachim Pross, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes. „Die Vaihinger sind aber auch eine der leistungsfähigsten Vereine.“ Pross erwähnte dabei Ingrid Mayer, mehrfache deutsche Meisterin. Die Faszination des Fliegens sei der Motor dafür, dass die Geschichte des Flugsportvereins fortgesetzt werden könne.
Im Foyer der Stadthalle wurde am Samstagabend zum ersten Mal der Nachbau des legendären Habichts gezeigt Unter der Federführung von Dieter Kemler wird der Mitteldecker aus Holz gebaut. Der Original-Habicht von 1936 war das erste Segelflugzeug, das für alle Kunstflugfiguren und auch für Leistungsflüge geeignet war. Die Geschwindigkeit reicht von 60 bis 450 Stundenkilometern. Demnächst kann man auch in Vaihingen den „Habicht“ im Kunstflugprogramm bestaunen.


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