Vaihingen (aa/phs) – Lange Wahlnacht in den evangelischen Kirchengemeinden des Landes. Erst nach 22 Uhr lag am Sonntag im Wahlkreis Vaihingen-Mühlacker das Ergebnis der Synodalwahl vor. Wie erwartet mit Ruth Rapp aus Nussdorf als Siegerin bei den Laienbewerbern. Ulrich Hirsch aus Spielberg ist der zweite Laie aus dem Bezirk. Dazu kommt der Dürrmenzer Pfarrer Beatus Widmann, der sich gegen Dr. Paul Murdoch (Hohenhaslach) durchsetzte. Roßwag hatte die eifrigsten Wähler: 47,7 Prozent der Gemeindeglieder stimmten ab.
Rapp und Widmann gehören der Gruppe „Kirche für den Menschen“ an, die bisher mit Rotraud Knodel und Gerhard Ruhl schon in der Landessynode vertreten war. Bereits vor sechs Jahren hatte sich Dr. Paul Murdoch um einen Sitz in der Synode beworben. Der Hohenhaslacher Pfarrer musste sich jetzt dem Dürrmenzer Kollegen Beatus Widmann beugen. Für Widmann gab es am Sonntag insgesamt 7868 Stimmen, von denen 5406 aus dem Dekanat Mühlacker kamen. Murdoch hatte im Bezirk Vaihingen natürlich die Nase vorne (4571), doch im Verhältnis stimmten mehr Vaihinger für Widmann als Mühlacker Gemeindeglieder für Murdoch.
Die Ergebnisse der Synodal- und Kirchengemeinderatswahl lesen Sie heute in der VKZ. Insgesamt gab es im Wahlkreis Vaihingen-Mühlacker eine Beteiligung von 28,31 Prozent (2001: 29,9 %), wobei die Vaihinger leicht vor Mühlacker rangieren.
Die eifrigsten Wähler bei der Synodalwahl 2007 waren die Mitglieder der Kirchengemeinde Roßwag. Von den 660 Wahlberechtigten sind am Sonntag 315 (47,73 Prozent) den Weg zur Wahlurne gegangen. Es wurden 803 Stimmen abgegeben. Auch bei der Synodalwahl vor sechs Jahren lag die Wahlbeteiligung in Roßwag über der 40-Prozent-Marke: 2001 gaben 42,47 Prozent der Wahlbeteiligten ihre Stimmzettel im Wahllokal ab.
An zweiter Stelle steht in Sachen Wahlbeteiligung die Enzkreisgemeinde Schmie. In Schmie beteiligten sich am Sonntag 47,2 Prozent der 339 Wahlberechtigten. Insgesamt gaben die 160 Wähler 444 Stimmen ab. Schon im Jahr 2001 gab es in der Kirchengemeinde Schmie eine hohe Wahlbeteiligung: Damals stimmten 61,7 Prozent der Wahlberechtigten ab.
Eine rege Wahlbeteiligung gab es außerdem in den Kirchengemeinden Eberdingen (43,55 Prozent), Häfnerhaslach (45,08), Hohenhaslach (43,95), Nussdorf (41,2), Riet (43,36) und Großvillars (40,17). Am schlechtesten hat die Mühlacker Paul-Gerhard-Kirchengemeinde (19,33 Prozent) abgeschlossen. Doch auch in der Vaihinger Kernstadt lag die Quote mit 21,45 Prozent nur unwesentlich darüber.


