Einweihungsfeier für Illinger Spielplatz
Illingen (sr) – Auf die Plätze, fertig, los! Kaum waren die Absperrungen vom Eichwaldspielplatz entfernt, wuselten junge und ältere Menschen durchs 2200 Quadratmeter große Gelände und testeten, was das Zeug hielt. Bei der gestrigen Einweihungsfeier wurden die Spielgeräte einigen Härtetests unterzogen.
Das Lieblingsgerät der zehnjährigen Louisa ist der Drehwirbel. „Der heißt doch Riesenkarussell“, kontert ein anderes Mädchen. Egal, wie das kreiselähnliche Ding nun heißen mag – Drehwirbel stimmt übrigens – es ist toll. Das ist zumindest der Eindruck, den die in ihm hängende Kindertraube gestern Nachmittag bei der Einweihung des Eichwaldspielplatzes vermittelt. 120000 Euro ließ sich die Verwaltung den Spaß zwischen der Illinger Hölderlin- und Eichwaldstraße kosten, sagt Bauamtsleiterin Ottilie Läkemäker. Im Zuge des Illinger Spielplatzkonzeptes wurde der alte Spieli neben dem katholischen Gemeindezentrum seit Anfang September erneuert. Das Konzept sieht die Schließung mehrerer kleiner Spielplätze vor. Zwei große Exemplare werden dafür als Ersatz aufgemöbelt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Planer und Landschaftsarchitekt Rüdiger Stahl zählt die neuen Gerätschaften auf: Ein Spieldorf mit Viereck- und Dreieckturm, ein Sechseckturm, die Tarzanbrücke und die Seilnetzbrücke, um nur einige der spektakulären Dinge zu nennen. Gleich nebenan die Schaukel, weiter unten der Kindermagnet: der Drehwirbel. Anschließend, für die Teenager, der Jugendtreff mit Tischtennisplatte.
250 Tonnen Erde wurden bei der Erneuerung bewegt, 100 Quadratmeter Pflaster verlegt und 150 Tonnen Sand aufgeschüttet. Das Ergebnis kommt an: Jungen und Mädchen entfleuchen ihren Eltern sofort nach der Ankunft am Spielplatz und erobern das Terrain. Silvia Weingart, Mutter zweier Kinder: „Wir freuen uns, dass die Gemeinde so einen schönen Spieli im Eichwald ermöglicht hat.“ Es herrsche totale Begeisterung bei den Kleinen.
Bürgermeister Harald Eiberger dankte allen Beteiligten und lobte unter anderem das Engagement der Mitglieder des Arbeitskreises Spielplätze sowie die guten Beziehungen von Franz Hebeda von der katholischen Kirchengemeinde, dank derer kein Regenguss die Feier störte. Hebeda segnete die Spielgeräte und bat in seinem Segensgebet auch für unfallfreies Spielen. Das ist gar nicht abwegig, denn, so Eiberger, nach oben gibt es für die Spielplatzbenutzung keine Altersgrenze. Und bekanntlich gilt: Je oller, je doller.
