Enzweihingen (oh) – Das Regierungspräsidium Stuttgart legt die Variante A der weiteren Planung für eine Ortsumfahrung von Enzweihingen zu Grunde.
Das Regierungspräsidium hat in diesen Tagen die Anhörung der Träger öffentlicher Belange für eine Umgehung von Enzweihingen im Zuge der B 10 abgeschlossen. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen die Variante A als vorzugswürdig einzustufen ist und somit der weiteren Planung zugrunde gelegt wird.
Diese Variante A schwenkt von Stuttgart kommend im Bereich des Strudelbachs nach Nordwesten ab, durchquert das Gelände der Firma Kienle&Spiess (ehemals Blum) am Nordrand des Enzweihinger Gewerbegebietes, bis sie die Enz überquert. Dabei ist vorgesehen, die K 1685 aus Richtung Oberriexingen im Bereich des alten Steinbruchs höhenfrei an die B 10 anzubinden. Im Westen wird Enzweihingen über die alte Führung der B 10 östlich der Straßenmeisterei an die neue Umgehungsstraße angebunden.
Die Variante A hat im Vergleich zu den ebenfalls untersuchten Varianten B und C den Vorteil, dass es nicht zu nachteiligen Verkehrsverlagerungen innerhalb von Enzweihingen kommt. Denn bei nur einem zentralen Anschluss müsste der Individualverkehr gegebenenfalls Umwege in Kauf nehmen, was für einzelne Straßenabschnitte in Enzweihingen eine Mehrbelastung bedeuten würde und darüber hinaus auch negative Auswirkungen für den öffentlichen Nahverkehr mit sich brächte. Schließlich weisen die Varianten B und C den Nachteil auf, dass eine zukünftige optionale Reaktivierung der ehemaligen Vaihinger Stadtbahn deutlich aufwändiger und somit schwerer zu realisieren wäre, als bei der Variante A.
Sowohl der Landkreis Ludwigsburg als auch die Stadt Vaihingen haben sich im Grundsatz für die Variante A ausgesprochen. Regierungspräsident Dr. Udo Andriof: „Ich freue mich, dass sich in der Gesamtabwägung ein eindeutiges Votum ergeben hat. Das Regierungspräsidium wird nun die eingegangenen Anregungen in die Planung einfließen lassen und eine optimierte Trasse A1 ausarbeiten.“
Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundes zu einer optimierten A1-Trasse könnte die Ausarbeitung des sogenannten RE-Vorentwurfs zeitnah in enger Abstimmung mit der Stadt Vaihingen und dem Landkreis Ludwigsburg erfolgen.
Die Planungen für den Vorentwurf könnten dann noch vor den Sommerferien 2008 abgeschlossen werden. Das Planfeststellungsverfahren wäre für das Frühjahr 2009 vorgesehen.
