Donnerstag, 24. Mai 2012

Hobby-Ausstellung in Vaihingen


46 Hobbykünstler bei der Vaihinger Schau. Foto: Bögel
46 Hobbykünstler bei der Vaihinger Schau. Foto: Bögel

Vaihingen (ub) – „Das was Sie hier zeigen, ist einfach phänomenal.“ Zur Eröffnung der 28. Vaihinger Hobby-Ausstellung gab es am Samstag in der Stadthalle warme Worte von Oberbürgermeister Gerd Maisch. Belohnung für die knapp 50 Freizeitkünstler war aber auch der gute Besuch am Wochenende.
Schließlich wollen die Hobbykünstler nicht nur ihre selbst hergestellten Produkte präsentieren, sondern auch den einen oder anderen Euro verdienen. Und für die Besucher war die Schau in Vaihingen die erste Gelegenheit für den Kauf eines originellen Weihnachtsgeschenkes.
Von A wie Acrylbilder bis W wie Weihnachtskränze reichte das Spektrum der Arbeiten. Gezeigt wurde von den 46 Ausstellern Ölmalerei, Aquarelle, Seidenbilder, Teddybären, Tonarbeiten, Krippen, Schmuck sowie Häkel- und Näharbeiten. „Ich muss Ihnen zu diesem Können gratulieren“, schwärmte der Vaihinger OB bei der Eröffnung. Als positiv wertete Maisch, dass seit dem vergangenen Jahr auch der Sonntag als Verkaufstag genutzt werden kann. Kamen sonst immer zwischen 800 und 900 Besucher zu der Vaihinger Hobby-Ausstellung, so waren es im letzten Jahr bereits 1230. „Das ist doch eine schöne Anerkennung für die Werke“, so Maisch.
Allerdings, so Margot Bauer aus Enzweihingen, die seit drei Jahren die Regie bei der Hobby-Ausstellung führt, dürften die Mitmacher keine Wunder erwarten. „Es ist der allgemeine Trend, den viele Märkte zu schlucken haben. Es kommen viele Besucher, aber gekauft wird nicht immer etwas. Die Leute haben einfach zu wenig Geld“, stellte Bauer fest, die selbst seit Jahren den Oster- und Nikolausmarkt in Enzweihingen organisiert.
Einer der treuen Aussteller in Vaihingen ist Otto Gröger. „Ich bin praktisch jedes Mal dabei“, erzählt der Vaihinger mit seiner Intarsienkunst. „Das macht kaum noch jemand, obwohl die Materialkosten gering sind.“ Früher, so Gröger, „bin ich auf jedem Sportplatz herumgerannt, jetzt kümmere ich mich um die Intarsien“.
Seit vier Jahren widmet sich Georg Mayr aus Riet dem Krippenbau. „Ich habe mir mal eine Krippe gekauft. Die war aber zu groß, so entschied ich mich, die ganze Sache einmal selbst zu probieren.“ Und es mache richtig Spaß, bis in drei, vier Tagen eine Krippe fertig sei.
Die Holzlaubsägearbeiten von Egon Klaiber aus Gündelbach sehen fast wie eine Serienfertigung aus. „Aber das ist alles Handarbeit“, versichert Klaiber, der früher als Werkzeugmacher schon das ganze Augenmerk auf die Präzision legen musste.
Patchwork ist die Lieblingsbeschäftigung von Gerlinde Schlözer aus Ensingen. „Da kann man seine Kreativität ausleben“, sagt die Hobbykünstlerin. Und für das Zeitungsfoto holt sie Gustav Gans hervor – „da sind die Leute wie verrückt drauf“.


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