Donnerstag, 24. Mai 2012

Erdbeerfest




Gottesdienst beim Erdbeerfest in Eberdingen. Foto: Bögel
Gottesdienst beim Erdbeerfest in Eberdingen. Foto: Bögel

Eberdingen (ub) Das Fest findet bei jedem Wetter statt, heißt es auf der Einladung. Trotzdem war gestern das siebte Erdbeerfest der Familie Beck in und außerhalb der Halle im „Ampfertal“ bei Eberdingen von den Regenschauern gekennzeichnet. Manche Vorführungen mussten abgesagt werden.
. „Der größte Wunsch von uns ist jetzt auch schönes Wetter“, sagte Andreas Beck. Durch den kalten und nassen Mai ist die Erdbeer-Ernte deutlich im Verzug. Trotzdem startet heute das Selbstpflücken auf den Feldern.
Und auch beim Erdbeerfest im Rahmen der „Gläsernen Produktion“ im Landkreis Ludwigsburg gab es genügend Angebote rund um die rote Frucht: Probiert werden konnte der Breschdling mid Grommbiere-Schnabs, es gab Erdbeeren mit Vanilleeis und natürlich die verschiedenen Sorten zum Kaufen. Stände des Ernährungszentrums und der Imker informierten das Publikum, angeboten wurden Felderrundfahrten, eine Züglesfahrt durch die Äpfel- und Kirschenplantagen sowie Vorführungen von Oldtimerfahrzeugen. Die Bandsäge blieb zuerst einmal aber zugedeckt – Andreas Beck: „Die ist wasserscheu.“
Gestartet wurde der Aktionstag am Morgen mit einem Erntebittgottesdienst, den die Eberdinger Pfarrerin Dorothee Lächler unter das Motto „Was braucht’s zum Leben“ stellte. In einem szenischen Spiel kam eine Familie nach vielen Lottogewinnen (Einkaufen in New York, eine Finca auf Mallorca, ein neuer Grabstein für die Oma) doch auf den Gedanken, dass ein paar gute Freunde gut tun würden. In der Bibel steht geschrieben, so Pfarrerin Lächler, dass das Wichtigste im Leben Wasser und Brot, Kleider und Haus seien. Aber selbst sauberes Wasser sei für viele auf dieser Erde unerreichbar, auch das tägliche Brot sei nicht für alle Menschen selbstverständlich, obwohl es alleine in Deutschland 400 verschiedene Brotsorten gebe.
Letztendlich seien aber alles Gottes Gaben, „denn Wachstum und Gedeihen stehen in Himmels Hand“. Das seien Zeichen der Güte Gottes. Lächler: „Denn Menschen brauchen mehr zum Leben. Sie wollen mit lieben Worten angesprochen werden, sie benötigen Anteilnahme, sie brauchen das Gefühl dazuzugehören. Und auch gute Freunde sind nötig, denn diese kann man nicht kaufen.“ Es gebe einen Hunger nach Leben auf dieser Welt. Deshalb habe Jesus gesagt, ich bin das Brot des Lebens. „Gott selber ist es, der uns einhüllt in den Mantel der Liebe.“




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