Donnerstag, 24. Mai 2012

Schlaglöcher auf der B 10




Eine Rechtsabbiegespur und die Sanierung der Schlaglöcher gibt es dieses Jahr nicht. Foto: Bögel
Eine Rechtsabbiegespur und die Sanierung der Schlaglöcher gibt es dieses Jahr nicht. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Es rumpelt und wackelt, es knirscht und kracht. Die Einmündung der Landesstraße 1125 vom Vaihinger Bahnhof her kommend in die Bundesstraße 10 bei der Esso-Tankstelle ist eine marode Rumpelstrecke. Tiefe Rillen lassen die Stoßdämpfer der Autos Schwerarbeit verrichten.
 Im Vaihinger Rathaus ist das Problem bekannt. „Ein zentrales Ärgernis“, schimpft Bürgermeister Wilfried Nestle. Aber die Schlaglöcher im Bereich der Bundesstraße 10 und der Landesstraße bleiben, wenn auch die Stadt Vaihingen in schöner Regelmäßigkeit beim Regierungspräsidium Karlsruhe, der zuständigen Behörde, interveniert. „Wir haben die Angelegenheit seit Jahren auf Wiedervorlage“, sagt Nestle.
Doch in diesem Jahr passiert definitiv nichts. „Wir haben die Deckenerhaltungsmaßnahmen für 2011 vorgesehen“, sagt Uwe Herzel, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe auf Anfrage der Vaihinger Kreiszeitung. Doch der Termin im nächsten Jahr ist noch lange nicht beschlossene Sache. Herzel: „Es kommt darauf an, ob und wann wir die entsprechenden Mittel bekommen.“ So lange bleibt die viel befahrene Kreuzung in dem technisch trostlosen Zustand.
Die Belagsarbeiten stehen in einem größeren Zusammenhang. So ist in dem Gesamtpaket aus Karlsruhe der Radweg von Illingen nach Vaihingen enthalten, eine Unterführung an der sogenannten Vischerkurve, eine separate Rechtsabbiegespur vom Vaihinger Bahnhof her in Richtung Illingen sowie die Sanierung des von den vielen Lastwagen mitgenommenen Belags. „Es kann aber zum heutigen Termin definitiv nicht gesagt werden, ob es wirklich nächstes Jahr losgeht“, wiegelt der Behördensprecher ab.
„Wir machen da schon seit Jahren rum. Doch bis jetzt ist nichts passiert, obwohl das Konzept steht“, klagt der Vaihinger Bürgermeister Nestle. Bis jetzt sei immer wieder der projektierte Radweg als Grund für die Verschiebung angeführt worden.
Die Strecke von der Esso-Tankstelle über die Landesstraße 1125 in Richtung neuer Bahnhof gilt als die Westumfahrung von Vaihingen und ist Bestandteil des vom Gemeinderat beschlossenen Verkehrsentwicklungsplanes. Damit wird die Ortsdurchfahrt von Vaihingen entlastet und die Westumfahrung ist auch Grundlage für das Durchfahrtsverbot für Lastwagen in der Innenstadt. Nestle: „Dazu gehört auch, dass die Knotenpunkte entsprechend ausgebaut sind.“ Auf der Agenda steht deshalb schon seit Jahren eine rund 150 Meter lange Rechtsabbiegespur von der Landesstraße 1125 in die Bundesstraße in Richtung Illingen. „Das würde eine deutliche Entlastung bringen“, ist sich Nestle sicher.
Mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe bestehe Übereinstimmung – nur passiert ist bis jetzt noch nichts. Die Schlaglöcher bleiben. Mindestens noch in diesem Jahr. Die Vaihinger Verwaltung spart dagegen Arbeit: In Karlsruhe braucht sich in nächster Zeit niemand beschweren.




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