Donnerstag, 24. Mai 2012

Claus Piayda kehrt nach Horrheim zurück




Claus Piayda wechselt als Trainer vom TSV Phönix Lomersheim zum SV Horrheim. Dort will er unter anderem die Vierer-Abwehrkette einführen – allerdings nicht um jeden Preis.	Foto: Archiv
Claus Piayda wechselt als Trainer vom TSV Phönix Lomersheim zum SV Horrheim. Dort will er unter anderem die Vierer-Abwehrkette einführen – allerdings nicht um jeden Preis. Foto: Archiv

Horrheim (rkü). Fünf Jahre lang hat er in Lomersheim Erfahrungen als Fußballtrainer gesammelt, jetzt übernimmt Claus Piayda den SV Horrheim. Nächste Woche wird der Trainer der Mannschaft vorgestellt. Erstes Ziel: In der Kreisliga B 5 möglichst weit oben mitspielen.

Der Vorsitzende des SV Horrheim, Rainer Götz, sagt zu den Zielen, die der Verein mit seinem neuen Trainer erreichen will: „Es kann nicht weniger sein, als dass wir vorne mitspielen. Die Mannschaft hat auch das Zeug zum ersten oder zweiten Platz.“ Und er schiebt nach: „Das ist nicht nur der Wunsch, das ist schon das Ziel.“ Piayda, der in der jungen Mannschaft noch viel Entwicklungspotenzial sieht, gibt sich in seiner ersten Einschätzung etwas zurückhaltender. „Ich komme nicht nach Horrheim, um Achter oder Neunter zu werden. Aber die Mannschaft muss noch Erfahrungen sammeln.“

Überstürzen will er nichts. Aber er will neue Wege beschreiten und modernen Fußball spielen. Darum hat Piayda vor, in der Saisonvorbereitung vom Spiel mit Libero auf die Vierer-Abwehrkette umzustellen. „Wenn es in Horrheim die passenden Spielertypen gibt, würde ich gerne so spielen“, erklärt der Trainer. „Aber man kann einer Mannschaft kein Spielsystem überstülpen, wenn sie es nicht spielen kann.“ Diese Einstellung gefällt dem Vorsitzenden. Götz: „Erst einmal schauen, ob es mit den Leuten bei uns möglich ist. Und dann notfalls wieder zum bewährten System zurückkehren.“ In Lomersheim hat Piayda schon Erfahrungen damit gesammelt, die Viererkette einzuführen. „Da hat die Umstellung gut geklappt, da hatten wir auch die richtigen Spielertypen dafür“, sagt der Trainer.

Zwei Jahre lang leitete er in Lomersheimdie Geschicke der zweiten Mannschaft, dann übernahm er die Erste des TSV Phönix. Das bedeutet fünf Jahre Erfahrung als Trainer in der Bezirkliga und den Kreisligen A 3 und B 5. „In der Zweiten habe ich auch selbst mitgespielt – auch gegen Horrheim. Von daher kenne ich einige Spieler“, sagt Piayda. Außerdem hat er vor Jahren auch schon einmal in Horrheim gekickt. „Damals wollte ich eine Fußballpause machen“, erinnert er sich. „Als Trainer war noch Uli Hein in Horrheim und er hat mich gefragt, ob ich nicht ab und zu ein bisschen mit trainieren will. Aus dieser Zeit kenne ich noch das Umfeld und viele Leute im Verein.“ Der Gesamteindruck ist für Piayda offenbar durchweg positiv: „Es gibt zwei sehr gute Plätze in Horrheim und das Umfeld ist nahezu ideal. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen in der Gegend.“ In Lomersheim musste der Trainer mit weniger guten Plätzen auskommen.

Die junge Mannschaft des SV Horrheim ist für Piayda ein Ansporn. „Die Spieler müssen erst noch Erfahrungen sammeln. Und man kann ihnen einiges beibringen und sie formen.“ In Lomersheim hatte er die günstige Situation, dass erfahrene Spieler und junge Akteure gemeinsam auf dem Feld standen. In Horrheim sind die Jungen unter sich. Zwei Jahre in der B-Klasse oben mitzuspielen sei schon einmal eine gute Grundlage, meint Piayda. „Da sammelt man automatisch seine Erfahrungen.“

Sein Erfolgsrezept als Trainer darzulegen, damit tut er sich ein wenig schwer. „Fragen Sie doch mal in Lomersheim nach, ich kann mich selbst schlecht beschreiben.“ Dann erklärt er aber doch: „Das Spielerische, die Ballarbeit ist mir sehr wichtig. Es bringt aber nichts, wenn die Grundlagen fehlen – als Ergänzung sind Laufarbeit und Kondition ebenso wichtig.“ Tugenden wie Pünktlichkeit und Disziplin erwähnt der neue Trainer nicht eigens. Die fallen für ihn unter den Sammelbegriff Einstellung und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Der SVH-Vorsitzende wird deutlicher: „Er verlangt Disziplin und das ist gerade bei den jungen Spielern wichtig“, sagt Götz.

Götz war gemeinsam mit seinem Stellvertreter Peter Tenzer und dem Spielausschussvorsitzenden Philipp Schnitz für die Auswahl des neuen Trainers verantwortlich. Wie viele Bewerber es gegeben hat, verrät er nicht. Es waren einige. „Zwei, drei waren am Schluss noch übrig und wir sind sicher, dass wir den richtigen gefunden haben.“ Götz unterstreicht, dass sich Vereinsführung und Trainer über die Grundlagen des Konzepts einig sind. Details müssen aber noch abgestimmt werden. Die Frage, ob Piayda selbst wieder die Kickstiefel schnürt und als Spielertrainer wirkt, ist offen. Piayda: „Wenn sich alles normal entwickelt, stehe ich draußen an der Linie.“ Falls er den jungen Kickern aber etwas zeigen möchte, kann er sich jederzeit einwechseln.




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