Ochsenbach (ub). Der Turnverein Ochsenbach, mit 550 Mitgliedern einer der führenden Vereine im Kirbachtal, möchte in den nächsten Jahren ordentlich Geld investieren, um sein Vereinsgelände aufzuwerten.
Große Unterstützung gibt es allerdings vonseiten der Stadt Sachsenheim nicht: Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, 90 000 Euro als Zuschuss zu geben – aber erst, wenn sich die Haushaltslage der Stadt verbessert hat. Vorab gibt es nur verbale Unterstützung: „Der Turnverein leistet für Ochsenbach und Spielberg im sportlichen, integrativen und sozialen Bereich viel.“
Der TVO plant eine Modernisierung und den Umbau seiner Anlage. Das Vereinsgebäude an der Tannenbrunnenstraße soll abgerissen und an anderer Stelle auf dem Gelände wieder aufgebaut werden. TV-Vorsitzender Volker Schoch. „Das aktuelle Vereinsgebäude ist in einem baulich sehr kritischen Zustand – Wasser in allen Wänden, nicht zumutbare hygienische Zustände.“ Außerdem soll das Gelände neu eingezäunt werden, da die alte Zaunanlage marode ist. Die Erneuerung der Weitsprunganlage ist ebenfalls vorgesehen. Die an der Nordseite zum Festplatz hin relativ flache Böschung soll abgetragen und mittels Blocksteinen steiler abgestützt werden, so dass die nutzbaren Spielfelder um acht Meter nach Norden verschoben werden können.
Bis Mitte 2012 möchte der Verein die Projekte auf dem eigenen Gelände realisieren und dafür etwa 360 000 Euro in die Hand nehmen. Der Gemeinderat genehmigte bei seiner letzten Sitzung eine Subvention von 90 000 Euro für den Böschungsabtrag und die Einzäunung. Vereinsheime werden grundsätzlich nicht bezuschusst. Das städtische Geld, das als unterstützende Einzelmaßnahme verbucht wird, wird aber erst ausbezahlt, wenn der TV Ochsenbach den Umbau der Vereinsanlage abgeschlossen hat und wenn es die Haushaltslage zulässt.
In der Sitzungsvorlage heißt es konkret: Zu berücksichtigen sei, dass sich die Finanzlage der Stadt Sachsenheim im Zuge der Banken- und Finanzkrise in den nächsten Jahren deutlich verschlechtern wird. Daher werde die Stadt Sachsenheim nicht nur im Jahr 2010, sondern auch in den Jahren 2011 und 2012 ihre laufenden Ausgaben nicht durch laufende Einnahmen abdecken können, sondern sie benötigt Haushaltsmittel aus dem Vermögensetat zu Gegenfinanzierung. So braucht die Stadt bereits im Jahr 2011 einen Kredit in Höhe von 1,5 Millionen Euro, im Jahr 2012 einen Kredit von 2,1 Millionen. „Durch diese Rahmenbedingungen wird es aktuell und in den nächsten Jahren nicht möglich sein, einen Zuschuss an den TV Ochsenbach zur Instandsetzung der Zaunanlage zu leisten. Aufgrund der unklaren Zukunftsaussichten ist es unmöglich, bereits jetzt einen konkreten Zeitpunkt für die Auszahlung des Zuschusses zu benennen.“
