Donnerstag, 24. Mai 2012

Handwerker bevölkern FSR




Malerin Ingrid Grün und ihre Kollegen bringen neue Farbe ins Klassenzimmer. Foto: Rücker
Malerin Ingrid Grün und ihre Kollegen bringen neue Farbe ins Klassenzimmer. Foto: Rücker

Vaihingen (sr) - Schüler und Lehrer lassen jetzt in den Pfingstferien hoffentlich die Seele baumeln. Im Innern der Vaihinger Ferdinand-Steinbeis-Realschule (FSR) ist von Urlaubslaune dagegen keine Spur. Das Schulgebäude wird von Handwerker verschiedener Couleur wieder in Form gebracht.
 Vom Haupteingang aus macht das Schulgebäude der FSR einen verlassenen Eindruck. Immerhin sind Ferien und die Lehranstalt im wohlverdienten Dornröschenschlaf. Nur in einem Klassenzimmer im Untergeschoss beugt sich eine Frau über Objekte. Lehrerin Ingeborg Plachetta beurteilt kleine Stoffhühnchen, die Fünftklässler mit der elektrischen Nähmaschine gefertigt haben. Ob sonst noch wo gearbeitet wird? „Oben klopft’s“, antwortet sie. Ein sicheres Indiz für Handwerker im Haus. Tatsächlich tummeln sich in den oberen Stockwerken etliche Gewerke. Elektriker, Stuckateure, Maler und Elektriker sowie Schreiner und Lüftungsbauer werkeln in den Räumen und Gängen.
Nach einem folgenschweren Brand im Oktober 2009 musste für viele Klassen der Unterricht in Containern stattfinden (die VKZ hat mehrfach berichtet). Die Renovierungsarbeiten im Schulgebäude laufen nun auf Hochtouren, damit nach den Pfingstferien zehn Klassenzimmer im zweiten Obergeschoss wieder zum Einsatz kommen können. Bis zum neuen Schuljahr soll das komplette Gebäude einsatzfähig sein. Insgesamt zehn der Container werden bis heute abtransportiert.
Im zweiten Obergeschoss trägt Malerin Ingrid Grün von der Firma Zoller aus Horrheim ein zartes Gelb auf die Wände eines Klassenzimmers auf. Zusammen mit fünf Kollegen wird sie zehn Klassenzimmer bis zum Ende der Pfingstferien in Schuss bringen. Die Handwerkerin ist guter Dinge: „Es wird schon klappen.“ Schlechtes Wetter ist in diesem Fall von Vorteil, denn dann ruhen Malerarbeiten im Außenbereich. Heizkörper werden zartgelb lackiert, Türen bekommen gelbe und graue Farbe. In den Sommerferien sollen die Wände im Treppenhaus der Schule „beflockt“ werden. Vielfarbige Partikel werden hierfür auf eine Kleberschicht aufgespritzt. Das Ergebnis ist ein robuster Wandbelag, der den Schulalltag ohne Schäden überstehen soll.
Ein Stockwerk weiter unten arbeitet Steffen Wasserbäch von der gleichnamigen Stuckateurfirma aus Enzweihingen über Kopf. In eine abgehängte Unterkonstruktion werden dort Platten für die Brandschutzdecke einfügt. Die Wände in den Fluren werden mit Gipskartonplatten beplankt und so für die Maler vorbereitet. Eine Treppe tiefer beenden die Lüftungsbauer gerade ihr Werk, womit die WC-Abluft und Flurbelüftung im zweiten und ersten Obergeschoss fertig ist. Wenige Meter davon entfernt wuchtet Marcel Seyb eine Zarge herum. „Wir haben schon einen Haufen geschafft“, sagt der Schreiner. Die Elektriker sind ebenfalls fleißig zugange – beim Besuch der Zeitung aber schon zum Vespern aufgebrochen.




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