Donnerstag, 24. Mai 2012

Maientag: Schlussfeier auf dem Marktplatz




Die Mitglieder des Vereins Vaihinger Aktion Innenstadt vergnügten sich und das Publikum mit historischen Tänzen. Foto: Elsässer
Die Mitglieder des Vereins Vaihinger Aktion Innenstadt vergnügten sich und das Publikum mit historischen Tänzen. Foto: Elsässer

Vaihingen (elf). Sie ist eine beliebte Tradition – die Maientags-Schlussfeier auf dem Vaihinger Marktplatz. So verwunderte es nicht, dass der Marktplatz am Abend des Pfingstmontag wieder von Menschenscharen bevölkert wurde. Zum gewohnten Zeremoniell gesellten sich diesmal historische Tänze des Vereins Vaihinger Aktion Innenstadt (VAI).
Bereits zum zweiten Mal beteiligte sich der VAI  am Maientagsumzug mit der Darstellung des Besuchs von Kaiser Karl V. in Vaihingen im 16. Jahrhundert und überraschte die Besucher der Schlussfeier auf dem Marktplatz mit sehenswerten historischen Tänzen in ebenso historischen Gewändern. Eine willkommene Abwechslung, mit der das Warten auf die Rückkehr der offiziellen Festteilnehmer angenehm und kurzweilig überbrückt wurde.
Neu in diesem Jahr auch die Tatsache, dass der Musikverein – der einmal mehr ein Mammutprogramm zu bewältigen hatte – nicht mehr vom langjährigen Musikdirektor Bruno Gießer, sondern erstmals am größten Vaihinger Traditionsfest von seinem Nachfolger Dominik Koch angeführt wurde. „Wir haben festgestellt, dass auch er vom Virus des Maientags infiziert wurde“, stellte Oberbürgermeister Gerd Maisch fest. Das Stadtoberhaupt lobte den Einsatz des MVV ebenso wie den des VAI. „Auch bei einem solchen Traditionsfest gibt es offenbar immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten, den Maientag noch schöner zu gestalten“, sagte Maisch.
Die Schlussfeier sei bezüglich des Interesses der Bevölkerung „so imposant wie der gesamte Tag“. Dass das Fest einmal mehr so gut gelingen konnte, habe nicht nur am tollen Wetter, sondern auch an den Herzen der Mitwirkenden und der Besucher gelegen. „So wünschen wir uns den Maientag“, schwärmte der OB, „so schön, wie wir ihn erlebt haben.“
Zu einer Selbstverständlichkeit bei der Schlussfeier zum Maientag gehört es, die sogenannten Auslandsvaihinger zu ehren. Dabei handelt es sich um ehemalige Vaihinger, die im Ausland leben und zum wichtigsten Fest der Stadt in ihre Heimat kommen. Dies waren einmal mehr Lieselotte und Günther Barwig, die einst in die USA ausgewandert waren. Außerdem begrüßte OB Gerd Maisch Besuch aus Wales. Claudia Susan Jones – Schwester von Stadtrat Harald Gaßner – kam mit Tochter Fay und Enkelin Lilli angereist. Begrüßt wurde auch Arnold Cohrs vom Männergesangverein Friesia Aurich aus Ostfriesland, der mit 35 Mitgliedern anreiste und über Pfingsten den Gesangverein Eintracht Aurich besuchte.
Doch damit nicht genug der Ehrungen. Für Oberbürgermeister Maisch war es ein dringendes Bedürfnis, dem ehemaligen Kämmerer der Stadt Vaihingen, Jürgen Liegmann, einem verdienten Mitstreiter in der Organisation des Maientags, Danke zu sagen. Zu Liegmanns Aufgabenbereich gehörte unter anderem das Ressort Kultur. Damit war der Mann, der im Februar in den Ruhestand ging, 23 Jahre lang Cheforganisator des Vaihinger Traditionsfestes. „Viele haben es miterlebt, wenn Jürgen Liegmann den schwierigen Part übernommen hat, den Festumzug nach der Kirche wieder auf den Weg zu bringen“, sagte das Stadtoberhaupt und erinnerte daran, dass Liegmann als Lomersheimer gar nicht aus der Stadt kommt: „Für das, dass er kein Vaihinger ist, hat er es gut und mit großem Engagement gemacht.“
Klar, dass auch in diesem Jahr gemeinsam und mit Unterstützung des Musikvereins die beiden Lieder „Im schönsten Wiesengrunde“ und „Nun danket alle Gott“ gesungen wurden, bevor der Maientag 2010 offiziell beendet wurde.




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