Aurich (aa). Am Bebauungsplan „Römerbergle“ in Aurich ist ein Knopf dran. Der Gemeinderat hat am Mittwoch ohne Gegenstimmen den Satzungsbeschluss gefasst. Danach gibt es keine Zufahrt zur Kreisstraße. Bereits im März sollte der Satzungsbeschluss für das Baugebiet auf dem Aski-Gelände gefasst werden. Damals wurde jedoch der Antrag gestellt, die Anschlüsse an das neue Wohngebiet nach besseren Lösungen zu prüfen. Es wurden in den vergangenen zwei Monaten mehrere Varianten skizziert und ausgearbeitet. Letztlich kam die Bauverwaltung jedoch wieder auf den Ursprungsentwurf zurück. Er sei die sinnvollste Lösung. Der Ortschaftsrat Aurich und auch der Technische Ausschuss hatten sich bereits dafür ausgesprochen. Für die Bebauung werden Einzel- und Doppelhäuser mit maximal ein bis zwei Wohneinheiten vorgesehen. Eine Nachfrage nach Reihenhäusern wird in Aurich nicht erwartet. Varianten mit nur einer Zu- und Abfahrt ins neue Wohngebiet wurden zwar angedacht, aber nicht weiter verfolgt. Es soll eine Ringstraße durch das Gebiet führen, die etwa auf Höhe der Dieselstraße 38 abzweigt und in den Sonnenblumenweg (Verlängerung der Dieselstraße) mündet. Bei der Bürgerbeteiligung waren besonders Anregungen im Zusammenhang mit dem zu erwartenden zusätzlichen Verkehr vorgetragen worden. Es gab die Forderung nach einer Anbindung an die Kreisstraße. Stadtplaner Ernst Loos sah dafür keine Not: „Die 100 bis 150 Fahrzeugbewegungen am Tag können über die Dieselstraße abgewickelt werden.“ Hier hätte sich im Prinzip auch eine Spedition ansiedeln können, meinte er. Die Nachteile wären dabei sicher größer gewesen. Und es gebe auch keine Ausgleichsproblematik, denn Biotope nach Paragraf 32 seien nicht vorhanden. Es gebe nur Grünstreifen. Die Forderung nach einer Anbindungsstraße wertete Oberbürgermeister Gerd Maisch indirekt als Verschwendung öffentlicher Gelder. Man habe eine Verantwortung und dürfe keine unnötigen Straßen bauen.
