Jetzt ist es amtlich: Der verwilderte Garten der Peterskirche wird umgestaltet. Am Mittwoch hat der Gemeinderat die Planung mit einem Stimmenverhältnis von 23:5 abgesegnet. Vaihingen (aa).Seit Jahren ist die Neuordnung des Platzes ein Thema. „Der Garten verdient den Namen nicht“, meinte Thomas Treiber, der im Gemeinderat die Planung seines Büros vorstellte. Entstehen soll jetzt eine kleine grüne Insel als sogenannte Kultur-Ecke. Die Kirche werde nach wie vor im Mittelpunkt stehen, betonte Treiber. Entstehen soll ein ruhiger Erholungsort mitten in der Stadt. Mit einem kleinen Bühnenplatz und Rängen aus Stufen, mit einer grünen Kulisse zu den Nachbarn. 103 000 Euro sind als Kosten für die Umgestaltung errechnet worden. „In gewisser Weise ist das natürlich viel Geld“, meinte Oberbürgermeister Gerd Maisch. Doch die Maßnahme sei für die Stadt wichtig. „Wir brauchen auch schöne Stellen“. Die Mehrheit des Gemeinderates wollte ihm da nicht widersprechen. Gudrun Natterer (Grüne, Vaihingen) sprach von einer Aufwertung und von einem geringen Pflegeaufwand. Martin Braun (FW, Vaihingen) erinnerte daran, dass die Maßnahme schon seit Jahren geschoben werde. Man dürfe nicht immer nur halbe Lösungen suchen. Hier könne etwas Schönes für die Kernstadt entstehen. Reinhard Bolter (SPD, Vaihingen) betonte, dass man die Stadt auch für die Bürger attraktiv machen müsse. Und Müll ziehe Müll an. Sieglinde Kühnle (FW, Kleinglattbach) war „absolut für die Umgestaltung. Das muss uns die Stadt wert sein“. Armin Zeeb (Grüne, Vaihingen) mahnte, die Empfehlungen aus verschiedenen vorliegenden Gutachten endlich auch mal umzusetzen. Friedrich Wahl (FDP, Vaihingen) hatte schon wiederholt für eine Sparlösung plädiert: „Mit 30 000, 40 000 Euro kann man da den Wildwuchs beseitigen.“ 103 000 Euro seien einfach zu viel. Da bekam er Unterstützung von Matthias Siewert (CDU, Kleinglattbach): „Es ist zwar ein gelungener Entwurf, aber der muss nicht jetzt umgesetzt werden.“ Die Sparer setzten sich letztlich nicht durch. „Wann ist Baubeginn?“, war am Ende die Frage des OB. Die Maßnahme soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Es gibt übrigens Signale, dass der „Kunstverein Enz“ ein Kunstwerk stiften will.
