Donnerstag, 24. Mai 2012

Auf den Großbaustellen geht’s voran




Die neue Enzbrücke war in den vergangenen Tagen provisorisch befahrbar. Von heute bis Freitag wird der Anschluss auf Roßwager Seite fertiggestellt, der Verkehr wird umgeleitet.	Foto: Küppers
Die neue Enzbrücke war in den vergangenen Tagen provisorisch befahrbar. Von heute bis Freitag wird der Anschluss auf Roßwager Seite fertiggestellt, der Verkehr wird umgeleitet. Foto: Küppers

Vaihingen (rkü). Die Bauarbeiten an der neuen Enzbrücke in Roßwag und an der Ortsdurchfahrt von Enzweihingen kommen gut voran. Gestern wurde auf beiden Großbaustellen asphaltiert. In Roßwag sind von heute an größere Behinderungen zu erwarten, weil die Brücke an die Ortsdurchfahrt angeschlossen wird.

Autos, Fahrräder und Traktoren haben die neue Roßwager Brücke in den vergangenen Tagen fast ungehindert überfahren können. Bis auf kleine Holperstellen war der Verkehrsfluss nicht gestört. Sogar während sie gestern den Gehweg asphaltierten, machten die Bauarbeiter mit ihrem schweren Gerät bereitwillig Platz für Landwirte auf dem Weg zur Arbeit. Von heute an bleibt voraussichtlich auch Anliegern keine andere Wahl, als die offizielle Umleitung zu benutzen – auf Roßwager Seite soll die Brücke ans Straßennetz angeschlossen werden. Dafür ist eine Vollsperrung des Kreuzungsbereichs einschließlich der Brücke notwendig. Stephanie Mayer, Sprecherin des Landratsamts Ludwigsburg, stellte in Aussicht, dass die Kreuzung von Freitag an wieder befahren werden kann. Bis dahin soll der Verkehr innerörtlich umgeleitet werden.

Der Kreis Ludwigsburg lässt sich die neue Brücke rund 1,8 Millionen Euro kosten – die teuerste Baustelle des Kreises. Die alte Enzbrücke entsprach den heutigen Anforderungen an Straßenbreite und Standsicherheit nicht mehr. Nach aktuellem Stand soll die endgültige Freigabe des neuen Bauwerks in der dritten Juniwoche erfolgen.

In Enzweihingen, wo Anwohner und Pendler seit einem Monat unter den Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt leiden, darf rechtzeitig zu Pfingsten erst einmal aufgeatmet werden. Morgen soll der erste Bauabschnitt fertiggestellt sein – zumindest weitgehend. Gestern wurde die Vaihinger Straße zwischen der Krone-Kreuzung und der Rieter Straße asphaltiert. „Das ist zwar noch nicht der Endbelag“, gab Mayer zu bedenken. „Aber der Abschnitt zwischen B 10 und Kurve wird dann provisorisch schon mal freigegeben.“ Wann der endgültige Belag aufgetragen wird und wann die Baumaßnahme insgesamt abgeschlossen sein wird, lasse sich momentan noch nicht abschätzen.

Der Landkreis ist Baulastträger für die Kreisstraße 1688, zu der auch die betroffenen Abschnitte von Vaihinger und Rieter Straße in Enzweihingen zählen. Investiert werden rund 230 000 Euro in den Straßenbau. Dazu kommen weitere 68 000 Euro vom Städtischen Versorgungsbetrieb Vaihingen, der im Zug der Baumaßnahme auch gleich die Wasserleitungen in diesem Bereich erneuert.
Die komplizierte Umleitungsregelung für Enzweihingen wird mit Freigabe des ersten Bauabschnitts erheblich entschärft. Die südöstlichen Teile des Stadtteils sind von der Bundesstraße aus wieder direkt über die Vaihinger Straße zu erreichen. Damit sind auch die Geschäfte, die sich in diesem Bereich konzentrieren, nicht mehr vom Verkehr abgeschnitten.

Völlig unerwartet wurden Autofahrer in den vergangenen Tagen auch an der B-10-Kreuzung Seemühle auf die Geduldsprobe gestellt. Nach einem Unfall funktionierte die Ampelanlage nicht mehr. Das sorgte vor allem bei denjenigen, die von Roßwag her auf die Bundesstraße einbiegen oder diese in Richtung Vaihingen überqueren wollen, für Wartezeiten. Nach Auskunft aus dem Landratsamt sollen die Ampeln aber im Lauf des heutigen Tages repariert werden und wieder in Betrieb gehen.




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