Donnerstag, 24. Mai 2012

Peterskirchen-Garten soll umgestaltet werden






Der verwilderte Garten der Peterskirche. Foto: Arning
Der verwilderte Garten der Peterskirche. Foto: Arning
Der Plan für die Umgestaltung des Peterskirchen-Freigeländes.
Der Plan für die Umgestaltung des Peterskirchen-Freigeländes.

Vaihingen (aa). Wenn es nach dem Willen des Vaihinger Stadtteilausschusses geht, kann der Außenbereich der Peterskirche in eine Kultur-Ecke umgestaltet werden. Die Planung aus dem Leonberger Büro Schmid, Treiber, Partner wurde mit 6:2 Stimmen akzeptiert. Das letzte Wort hat allerdings am 19. Mai der Gemeinderat. Es ist mit Kosten von rund 103000 Euro zu rechnen. Die Mittel sind im laufenden Haushaltsjahr fixiert. In der Vergangenheit hatte es mehrere Anläufe einer Umsetzung gegeben. Mit Rücksicht auf die Anwohner sollen hier keine abendlichen Veranstaltungen durchgeführt werden. Während Eberhard Zucker auf der einen Seite zwar Sympathie für die Planung entwickelte („Mir g’fällt des“), konnte er auf der anderen Seite in der derzeitigen Situation die Geldausgabe nicht akzeptieren („Es gibt zurzeit wichtigere Dinge“). Friedrich Wahl sah es als ausreichend an, die Verwilderung zu beenden: „Dafür reichen meiner Meinung nach 40000 Euro.“ Doch die Mehrheit im Ausschuss folgte der Beschlussempfehlung der Verwaltung. „Es ist ein guter Vorschlag“, fand Armin Zeeb. Er passe auch in das Stadtmarketingkonzept. Nach den Vorstellungen von Planer Thomas Treiber soll die Peterskirche, ein Kleinod in der Stadt, ein Ort der Ruhe sein.  Die Hanglage des Gartens soll zur Ausbildung eines kleinen Platzes mit ausladenden Sitzstufen genutzt werden. So entsteht eine kleine Bühne mit Zuschauerrängen. Ruhige Rasenflächen zwischen den Stufen machen den ganzen Raum begehbar. Ein Weg verbindet die untere mit der oberen Kirchenebene und dient als Zugang zu den „Sitz-rängen“. Der Blick auf die Fassade der Peterskirche mit vorgestellten Gedenktafeln wird frei gehalten. Die alte Kastanie bleibt als Schattenspender erhalten. Lichte, mehrstämmige Gehölze (Schlangenhaut-Ahorn und Magnolie), in Reihe gepflanzt, markieren die Form der Platzes. Sie führen in die Kultur-Ecke und bilden gleichzeitig die räumliche Kante. Eine dichte Pflanzung aus immergrünen und blühenden Sträuchern (Schneeball, Rhododendron, Lorbeerkirsche, Strauchkastanie, Kolkwitzia und Deutzie) schirmen den Raum von den umgrenzenden Grundstücken ab. Unter den Sträuchern sollen Bodendecker und Stauden (Gräser, Farn, Vergissmeinnicht, Geranium, Elfenblume) ganzjährig einen blühenden und grünen Teppich bilden. Im Eingangsbereich von Kirche und Garten ist der Platz für ein markantes Kunstwerk (zum Beispiel ein Windspiel) vorgesehen. Es soll von der Fußgängerzone und dem Garten aus zu sehen sein, ist allerdings noch nicht in den Kostenschätzungen mit enthalten. In den Sitzmauern integrierte Leuchten sollen die Rasenterrassen betonen. Die Mauern der Sitzstufen führen bis an die Treppen im Weg und werden hier zu Treppenwangen verlängert. Die vorhandenen Grabsteine werden im oberen Bereich der Anlage neu arrangiert und sollen unauffällig an das alte Friedhofsgelände erinnern. Der Hintereingang an der Sakristei wird zu einer kleinen Terrasse, in die das Kruzifix eingebunden wird, aufgeweitet. Die bestehende Stützmauer wird durch eine neue Natursteinmauer ersetzt. Stufen fangen das leicht abfallende Gelände auf. Ein neuer Baum mit einem Sitzplatz lädt zum Verweilen ein. Hierfür wird eine Gleditzie vorgeschlagen, die mit ihrer transparenten Krone der Kirche keine Konkurrenz macht. Das Gelände wird mit einem Zaun und durch die dichte Bepflanzung zu den angrenzenden Grundstücken abgegrenzt. Um das Gesamtgefüge der Innenstadt zu erhalten und den alten Gemäuern der Kirche gerecht zu werden, wird als Belag Granitsteinpflaster und Sandsteinplatten, für die Stufen und Mauern Naturstein (Sandstein/Muschelkalk) verwendet. Der leicht ansteigende Weg wird mit Segmentbogenpflaster befestigt. Die Sitzmauern erhalten eine Sitzauflage aus Holz.


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