Jubiläumskonzert am Stromberg-Gymnasium
Vaihingen (ha). Mit Sonnenbrillen, bunten Kleidern beziehungsweise die männlichen Akteure im Anzug mit Hut – so traten sie auf die dann voll besetzte Bühne im Foyer des Stromberg-Gymnasiums, die Schüler der Musik-AGs, die zusammen mit ihren Musiklehrern ein abwechslungsreiches Konzert mit dem Titel „New York, New York“ darboten.
Für so manchen herzhaften Lacher und beste Unterhaltung sorgten die beiden Moderatoren des Konzertes, Oliver Sigle (alias einem Freund von Frank Sinatra) und Katja Herkommer (Klasse 12), die nicht nur die einzelnen Titel und deren Kontext beleuchteten, sondern mit schauspielerischem Improvisationstalent aufwarteten, nebenbei auch noch selber in der Big Band mitwirkten. So wurden in der Zeitreise durch die 60er und 70er Jahre zwei Mozartstücke und das bekannte „Scaborough Fair“, souverän hinsichtlich Intonation und Zusammenspiel vom Unterstufenorchester unter der Leitung von Juliette Saniter-Wolf dargeboten, als morgendliche Straßenmusik bei einem Spaziergang durch New York präsentiert.
Der jungen Stimmen des Unterstufenchors unter der Leitung von Thorsten Hohensee glänzten mit feinen Klängen und präziser Aussprache bei der Interpretation von zwei Stücken aus dem Film „Sister Act“.
Ganz andersartige Klänge brachte der Grundkurs Musik Klasse 12 unter der Leitung von Barbara Hartmann zweimal als Interpunktion zu Gehör, zwei Arrangements für Boomwhacker-Ensemble – auch hier konnten die Moderatoren wieder glänzen hinsichtlich Erklärungsversuchen, warum ein Oberstufenkurs sich keine „besseren Instrumente als solche bunten Plastikröhren leisten kann.“ Doch konnte wohl die Interpretation der Melodie des „Pink Panther“ von Henry Mancini mit 22 Plastikröhren bedient von 14 Schülern beeindrucken, denn hier war rhythmisches Timing gefragt. Die Damen des Mittel- und Oberstufenchors, verstärkt durch eine Männerstimme, zeigten unter der Leitung von Sonja Kikec, Katharina Blasczok, die mit hoher Musikalität am Klavier begleitete, und Michaela Boes musikalische Gestaltungskraft und stimmliche Qualität vor allem in hohen Partien des Soprans bei der Darbietung von Dauerbrennern wie „Lollipop“, „What a wonderful world“ und „Aquarius“ aus dem Musical „Hair“.
Die Big Band unter der Leitung von Regina Ratajczak bewies an diesem Abend eine hohe Klangkultur, sowohl bei den Saxofonen, als auch den Trompeten und Schlagzeug. Hier wurde in kleiner, aber feiner Besetzung stellenweise auf sehr hohem Niveau musiziert, mal entspannend für das Publikum mit Arrangements von „The girl von Ipanema“ oder „Fly me to the moon“, mal das Publikum mitreißend mit Schlagern wie „Rock around the clock“ oder „Tequila“. Das Orchester unter der Leitung von Barbara Hartmann holte sich an diesem Abend die Verstärkung durch die Big Band ein, wie es die Arrangements von Titeln „New York, New York“ oder eine Light-Version der „Rhapsody in Blue“ nach Gershwin verlangen und konnte so mit einem vollen Klang überzeugen. Nach der Interpretation von „Moon River“ und „Strangers in the night“ bedankten sich die Akteure für den anhaltenden Applaus mit einem gemeinsamen Auftritt von Chor, Orchester und Big Band und dem Hit von Nicole Kidman und Robbie Williams „Something stupid“.
Schulleiter Hans-Günter Peisch bedankte sich bei den Schülern und den Musiklehrern für das gelungene Konzert, das nicht nur Erinnerungen an so manchen Schlager der eigenen Jugendzeit geweckt habe, sondern ein dem Anlass, eben dem zehnjährigen Bestehen der Schule, gebührendes Niveau gezeigt habe.
