Donnerstag, 24. Mai 2012

Weindorf in Vaihingen




Ein Prost auf das Weindorf: Hans Becker (links), Vorsitzender der Werbegemeinschaft, und Oberbürgermeister Gerd Maisch. Foto: Bögel
Ein Prost auf das Weindorf: Hans Becker (links), Vorsitzender der Werbegemeinschaft, und Oberbürgermeister Gerd Maisch. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Eine perfekte Mischung: gutes Wetter am Samstag, durchwachsenes Wetter am Sonntag, kulinarische Genüsse auf dem Vaihinger Marktplatz und offene Läden am Sonntag. Unterm Kaltenstein pulsierte am Wochenende das Leben.
 Die zweite Auflage des Weindorfs und der verkaufsoffene Sonntag erwiesen sich als publikumswirksame Angebote. Am Samstagabend waren alle Plätze rund um den Marktplatzbrunnen belegt und es wurden deutlich mehr Besucher gezählt als bei der Premiere im Vorjahr. Die Wengerter von drei Weingütern und drei Genossenschaften hatten genug zu tun, um die Proben ihrer Weine auszuschenken. Gestern Nachmittag lockten dann noch rund 40 Einzelhändler, Shops und Dienstleister mit offenen Ladentüren. In der Stadt brummte es. Ab 15 Uhr vertreib allerdings immer wieder Regen die Besucher von den Gassen.
„Das Weindorf ist eine ideale Ergänzung zum verkaufsoffenen Sonntag“, befand auch der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch. „Wir können von einer klassischen Win-win-Situation sprechen.“ Maisch gab aber zu, dass es in Vaihingen noch „Potenziale zu schöpfen“ gebe. „Wir haben ein schönes Stadtbild, das attraktives Einkaufen ermöglichen kann.“ Ein Baustein sei hier das Weindorf.
„Das Weindorf ist für unsere Stadt fast ein Muss“, so Hans Becker, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Vaihingen (WGV). Mit zwei verkaufsoffenen Sonntagen, die an ein überregionales Ereignis gebunden sind (Weindorf im Mai, Herbstmarkt im Oktober), und drei langen Einkaufsnächten an Freitagen stemmt der Zusammenschluss der Einzelhändler fünf große Aktionen im Jahr. Nach dem Wegfall des Pfingstsonntags als verkaufsoffener Sonntag guckte sich die WGV nach einer Alternative um. „Ein Weindorf wollten wir schon lange“, sagte Becker. Mit dem Titel „Internationale Stadt der Rebe und des Weines“ und der großen Rebfläche auf der Markung sei das Weindorf ein notwendiger Bestandteil in den Aktivitäten der Stadt. „Wir sind froh, dass wir es jetzt haben und hoffen, dass es sich für die Zukunft etablieren kann“, so Becker.
In regelmäßigen Abständen will die Werbegemeinschaft für die Kunden etwas auf die Beine stellen. Und die Aktionen sind größtenteils ein Erfolg: „Die Stadt ist jedes Mal belebt, ist voll“, so die Bilanz von Becker. Es werde schon richtiggehend erwartet, dass solche Aktionen stattfinden. Becker: „Und damit zeigen wir auch, dass die Kunden nicht ins Breuningerland oder nach Stuttgart ausweichen müssen.“
Dass das Angebot in einem kleinen Mittelzentrum wie Vaihingen stimmt, wollen das Weindorf und der verkaufsoffene Sonntag zeigen. Becker: „Wir können nicht nur während unserer Öffnungszeiten in den Läden stehen und hoffen, dass jemand kommt. Wir müssen den Kunden sagen, dass wir als Händler da sind.“
Lautstark machten sich am Samstagabend auch die „Original Besenbatscher“ auf dem Marktplatz bemerkbar. Wie bei der Premiere des Weindorfs im Jahr 2008 sorgte die Truppe mit Mülleimern, Besen, Rührlöffeln und Handfeger für zünftige Volksmusik. Gestern Morgen unterhielt die „Firehouse Jazzband“ aus Ensingen.




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