Vaihingen/Zwickau (phs). Die Vaihinger CJD-Auszubildenden nehmen fünf Tage lang mit Unterstützung einer polnischen Austauschgruppe an einem Festival in Zwickau teil. Sie präsentieren unter anderem eine Band und ein Schwarzlichttheater.
Es sind 30 unter 1600. Und sie wollen alle anderen von sich überzeugen. Rund 30 CJD-Auszubildende und Austausschüler aus Polen sind gestern ins sächsische Zwickau aufgebrochen – dort finden zum 27. Mal die musischen Festtage des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands statt. Für das fünftägige Festival wollen sie verschiedene Programmpunkte beisteuern. Zum Beispiel ein internationales Schwarzlichttheaterstück.
Die Gemeinsamkeiten zwischen Polen und Deutschland sollen mit fluoreszierenden Farben dargestellt werden. „Ohne, dass Worte dabei eine Rolle spielen“, sagt Dominik Weber vom Vaihinger Jugenddorf Schloss Kaltenstein. In welchen Punkten Lebensgewohnheiten, Hobbys und andere Gewohnheiten der beiden Völker sich überhaupt gleichen, wurde in einem Projekt erarbeitet. Mit Polen und Deutschen. Zehn Tage waren einige CJD-Auszubildende im polnischen Opatów zu Gast. In Workshops erarbeiteten sie mit den einheimischen Berufsschülern die Szenenbilder.
Damit beim Festival, das heute beginnt, nichts schief geht, haben alle Beteiligten gestern in Vaihingen nochmals geprobt. Die polnischen Freunde sind dazu angereist. Das erste Bild im Schwarzlichttheater zeigt ein Fußballspiel. Bunte Leuchtbälle huschen durchs Bild. Das Spiel endet unentschieden. „Beide Seiten sind in dem Stück gleichberechtigt“, sagt Weber.
Im zweiten Bild greifen die Urheber des Stücks auf etwas zurück, was alle Völker der Erde verbindet: die Musik. Es sind Menschen mit Kopfhörern und fliegende Noten zu sehen. Musik spielt aber auch bei einer anderen Sache eine Rolle. Neben dem Schwarzlichttheater präsentiert das CJD Jugenddorf Schloss Kaltenstein eine Band. Sie bringt fetzige Hits auf die Bühne – „Living on a Jet Plane“, „Knocking on heavens door“ und ein Rock-Mix. Außerdem werden ein Flöten- und ein Pianosolo gespielt. Das besondere am Klavierspiel: Der junge Pianist vom Kaltenstein spielt zwar seit Jahren, kann aber keine Noten lesen. Das lernt er erst jetzt.
In den Urlaub entführt die Zuschauer des Schwarzlichtspektakels das dritte Bild. Fische und Frauen in Bikinis sind zu sehen. Nichts trübt das Bild – bis ein leuchtender Hai auftaucht. Danach lockt da Finale. „Die vierte Szene zeigt, was am jeweiligen Land typisch ist“, erläutert Dominik Weber. Im zweigeteilten Bild sind zum Beispiel das Brandenburger Tor und der Warschauer Kulturpalast nebeneinander zu sehen. „Die Darbietung soll verbinden“, sagt Weber.
Neben Schwarzlichttheater, Band und Solisten traut sich aber noch eine weitere Gruppe auf die Bühne. Das Improvisationstheater der Jugendhilfe des Jugenddorfs in Vaihingen. Genau wie den anderen Beteiligten geht es den Improvisations-Schauspielern hauptsächlich um den Spaß. Dennoch wollen alle insgeheim, dass ihre Darbietung als so gut befunden wird, dass sie sie am Ende des Festivals nochmals zeigen dürfen.
Die Band des Jugenddorfs hat für ihren Auftritt in Zwickau drei Monate geprobt. Zu Dritt wurden die Songs einstudiert. Zuerst hatten sie die Aula im Schloss Kaltenstein als Proberaum in Beschlag genommen. Dann wurde ein Musikraum in der Stadt angemietet – inklusive Lehrer. Im Laufe der Zeit kam auch ein Trommler dazu. Jetzt starten alle 30 Musiker und Schauspieler in Zwickau. Die Proben gestern waren vielversprechend
