Vaihingen (phs). CJD-Auzubildende aus ganz Deutschland haben am Donnerstag in Vaihingen Auszeichnungen bekommen. Im Rahmen einer CJD-Veranstaltung wurden die Urkunden überreicht. Auch Vaihinger sind unter den Preisträgern.
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) hat seine bundesweit besten Auszubildenden in der Vaihinger Stadthalle ausgezeichnet. Seit 30 Jahren werden die im Rahmen eines Berufswettbewerbs ausgewählt. Rund 1350 Auszubildende aus 36 CJD-Einrichtungen haben daran teilgenommen. Auch das Vaihinger Jugenddorf Schloss Kaltenstein war mit von der Partie. Von 113 Siegern aus 29 Jugenddörfern stellten die Vaihinger sieben. Zur Preisverleihung in der Stadthalle kam auch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch.
Der Berufswettbewerb gehört für das CJD zum Standard der beruflichen Bildung. Damit verfolge man die verschiedensten Ziele. Zum Beispiel sei eines der Ziele, Auszubildende durch konkrete Leistungsvergleiche für ihre Ausbildung zu stärken und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu fördern. Aber auch ein fachlicher Informationsaustausch zwischen den einzelnen Berufsausbildern solle ermöglicht werden.
In zwölf Berufsgruppen wurden im Wettbewerb 2008/2009 die Besten ermittelt. Es waren Tischler und Fachwerker, Metalltechniker sowie Maler und Lackierer beteiligt. Aber auch Köche und Beiköche, kaufmännische Berufe, Hochbaufacharbeiter, Hauswirtschafter, Gastgewerbetreibende, Gärtner, Garten- und Landschaftsbauer, Friseure und Drehtechniker waren dabei.
„Jugendliche sind das Wichtigste, was eine Gesellschaft haben kann“, sagte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch. Deshalb sei es sehr wichtig, in ihre Bildung zu investieren. Die ehemalige Berufsschullehrerin unterstrich, dass solche Wettbewerbe den Teilnehmern Selbstvertrauen geben und ihre Werte fördern. Auch Oberbürgermeister Gerd Maisch sprach von einem positiven Effekt: „Die Preisträger haben erkannt, dass der Beruf die Grundlage für ein gutes Leben ist.“
Dem Bundeswettbewerb vorgeschaltet waren Regionalwettbewerbe. Die Teilnehmer dafür wurden in internen Ausscheidungsrunden von den einzelnen CJD-Einrichtungen ermittelt. Die Aufgaben, die den jungen Menschen gestellt wurden, waren durchweg berufsbezogen und lagen vorwiegend im praktischen Bereich. Der aktuelle Ausbildungsstand der Jugendlichen wurde berücksichtigt.
Die Freude an der Arbeit und das Motto „Fördern durch Fordern“ werde während der Berufswettbewerbe immer groß geschrieben. Das sagte der geschäftsführende CJD-Vorsitzende Hans Wolf von Schleinitz bei der Preisverleihung in Vaihingen. „Eine gute Ausbildung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem selbstständigen Leben“, erklärte Norbert Litschko, verantwortlich für die berufliche Bildung in der CJD-Geschäftsleitung. „Deshalb haben unsere Berufswettbewerbe für die jungen Menschen einen ganz besonderen Stellenwert: Sie sind Antrieb und Motor, um ihre Ausbildung noch intensiver und mit einem guten Ergebnis zu betreiben.“
Die sieben Platzierungen sind für das Vaihinger Jugenddorf Schloss Kaltenstein ein Erfolg im Jubiläumsjahr. Seit 1949 lernen auf dem Kaltenstein Jugendliche die verschiedensten Berufe.
