Donnerstag, 24. Mai 2012

Neue Hülle für Auricher Schule




Architekt Eberhard Lämmle, Rektorin irmgard Kißling und Waldemar Mann vom Hochbauamt (von links) vor der Auricher Schule. Foto: Elsässer
Architekt Eberhard Lämmle, Rektorin irmgard Kißling und Waldemar Mann vom Hochbauamt (von links) vor der Auricher Schule. Foto: Elsässer

Aurich (elf) – Die Sanierungsarbeiten an der Auricher Grundschule sind weitgehend abgeschlossen. Nach fast einjähriger Bauzeit erstrahlt die kleine aber feine Schule nun auch äußerlich in neuem Glanz. Dies soll am 16. Mai im Rahmen eines Schulfestes gebührend gefeiert werden.
Rektorin Irmgard Kißling ist stolz, wenn sie durch „ihr“ Schulhaus geht. Es war vor sechs Jahren, als sie damit begonnen hat, den Zustand des Schulgebäudes schriftlich festzuhalten und anschließend das Ergebnis der Vaihinger Stadtverwaltung vorlegte. Inzwischen hat sich einiges getan, wodurch sich die Nutzungsmöglichkeiten der Schule erheblich verbessert haben. Eine neue Küche samt Betreuungsraum erlaubt es der Rektorin, eine Ganztagesbetreuung anzubieten. Für Rektorat und Sekretariat wurde ebenso ein Raum geschaffen wie für Elternsprechstunden und Lernmittel. Froh sind die Lehrkräfte auch über die eigene Lehrertoilette und eine EDV-Ausstattung mit schuleigenem Netzwerk.Bereits vor vier Jahren wurde ein neues Dach mit Wärmedämmung montiert. Von Juni 2008 bis Ostern wurde der vorerst letzte große Bauabschnitt getätigt – die energetische Sanierung der Außenhülle.
So hat es im gesamten Haus neue Fenster gegeben. Da es sich bei einigen der alten Fenstern um Schwingflügel handelte, war hier aufgrund des Gefahrenpotenzials ohnehin Handlungsbedarf gegeben. Mit Jalousien zum Kurbeln gab es gleich noch einen Sonnenschutz dazu. Der Vaihinger Architekt Eberhard Lämmle hat dabei darauf geachtet, dass die Außenansicht ein einheitliches Bild bekommt, das dem Ursprungscharakter – das Gebäude wurde 1847 gebaut – wieder sehr nahe kommt. Die mittlerweile großflächigen Fenster haben aus diesem Grund Setzpfosten bekommen.
Um die Fassadendämmung anbringen zu können, mussten bis zu sieben Zentimeter Putz, der in mehreren Schichten aufgetragen war, entfernt werden. Unter dem Putz verbarg sich mitunter sehr marodes Fachwerk, das teilweise verstärkt oder gar erneuert werden musste. Wo es besonders feucht und warm war, hatte sich auch der Holzbock eingenistet. Anschließend hieß es ausmauern sowie den Ausgleichs- und Grundputz auftragen, damit die Außenwände glatt und eben wurden. Nun konnte ein 14 Zentimeter dicker Vollwärmeschutz aufgebracht werden und darauf der Mineralputz. Mit der Erneuerung der Dachsimse sowie neuen Bodenplatten samt Schuhabstreifer im Eingangsbereich waren die Arbeiten erledigt. „Das Schulhaus hat jetzt eine Gebäudehülle, die den heutigen Ansprüchen genügt“, sagt Waldemar Mann vom Hochbauamt der Stadt Vaihingen. Die Kosten der energetischen Aufwertung der Außenfassade betragen 179000 Euro und liegen acht Prozent über der Kostenberechnung. Die Mehrkosten sind mit den unvorhersehbaren Schäden bei den Holzbalken begründet.
Als weitere dringende Maßnahme steht die Generalsanierung der WC-Anlage an. Auch eine neue Heizung wäre nötig, da die Elektronachtspeicheröfen ausgetauscht gehören. Auf der Wunschliste der Schulleiterin steht nach wie vor die Umgestaltung des Schulgeländes in einen Schulhof.
„Durch die Maßnahmen ist es im Haus nun deutlich schneller warm“, lobt Rektorin Irmgard Kißling. Auch die Geräusche von außen würden nun weniger stark durchdringen. Sicherlich sei der Schulbetrieb während der Bauphase hin und wieder beeinträchtigt gewesen. „Doch wir wussten, dass sich der Zustand mit den Arbeiten erheblich verbessern würde“, so die Schulleiterin. Das Kollegium machte aus der Not eine Tugend und zeigte Einfallsreichtum. So ging es zum Beispiel zur Lesestunde in den Gewölbekeller. Wenn im Unterricht gesungen wurde, gab es von den Zuschauern auf dem Gerüst mitunter sogar Applaus. Die Bauphase war auch für die Hausmeisterin Helga Wöhr keine einfache Zeit. Sie musste viel putzen und mit ihrem Gatten Egon immer wieder Möbel rücken und erntete dadurch viel Dankbarkeit seitens der Schulleitung und des Hochbauamts.
Mit einem großen Fest am 16. Mai möchten das Lehrerkollegium, der Elternbeirat sowie die Schüler ihre Schule der Öffentlichkeit präsentieren und ihre Nutzungsmöglichkeiten vorstellen.




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