Vaihingen (aa). Vaihingen stand vier Tage im Zeichen der Messe. Bei nahezu idealen äußeren Bedingungen boten auf dem Verkehrsübungsplatz 101 Aussteller ihre Waren und Dienstleistungen an. Der gestrige Sonntag war dabei mit rund 3000 Besuchern der Top-Tag. Insgesamt kamen rund 7000 Besucher auf den Verkehrsübungsplatz.
Wie lief es bei den Ausstellern? Die Vaihinger Kreiszeitung hat sich am Sonntagnachmittag umgehört und ist auf durchweg zufriedene Teilnehmer gestoßen. Fangen wir jedoch mit einem weniger begeisterten Aussteller an. Markus Michels von the-company.de vermisst die Gäste. „Ganz ehrlich, wir haben uns mehr erwartet.“ Das Unternehmen bot erstmals eine Showbühne mit Dach an und hätte sie auch anderen Ausstellern zur Verfügung gestellt, wenn Bedarf vorhanden gewesen wäre. Vielleicht war aber alles ein wenig knapp organisiert. Michels hätte es begrüßt, wenn die Schulen stärker eingebunden worden wären. Bei der Feiertagskonstellation bestand dafür aber keine Chance. „Nicht beklagen“ will sich Dieter Veigel vom Felswerk Zimmermann in Roßwag. „Das Interesse war groß, wir wollten zeigen, was sich hinter den Steinbruchwänden verbirgt.“
Bernd Hasenhündl von der Wohnbau Oberriexingen hätte sich mehr Tage wie den Sonntag gewünscht. „Aber die Leute, die da waren, haben nach meinem Gefühl doch Interesse gezeigt.“ Besonders gefreut hat ihn, dass viele alte Kunden auf ein Gespräch vorbeigekommen sind. Frank Zurmühlen von Trend wollte auf der Messe zeigen, „dass wir da sind“. Gut sei es gelaufen, sagt er. Erstaunt war er über das Interesse an der Videogroßleinwand. Für Jürgen Sämann von der Baufirma Gebr. Ezel war der Andrang beim Minibagger fantastisch: „Hoffentlich erinnern sich alle Kinder später noch an uns.“
„Einwandfrei“ stuft Steffen Wasserbäch vom gleichnamigen Stuckateurbetrieb in Enzweihingen die Resonanz auf das Angebot des Unternehmens ein. Die Möglichkeiten zum Einbau von Spanndecken hat man präsentiert und einen echten Run erlebt: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft.“
Jens Ebert aus Lomersheim „ist im Großen und Ganzen zufrieden“. Er hat seine Citroen-Modelle unterm Kaltenstein vorgestellt und die Autoglaserei in Erinnerung gebracht. „Wir waren gut beschäftigt und können uns nicht beklagen“, sagt Hartmut Berner (Fink-Bedachungen) im Einklang mit seiner Frau. Das Illinger Team hat gleichzeitig auch für eine Aktion („Hilfe für Darfur“) geworben.
Helmut Schürmann, Geschäftsführer der Vaihinger Kreiszeitung, war das erste Mal bei der Messe im Einsatz. Den Andrang am Sonntag bezeichnet er als „richtig gut“. So nebenbei hat er aber auch wiederholt zu hören bekommen, dass vor allem ältere Leser mit dem neuen Layout ihre Probleme haben. Und am VKZ-Stand ist auch zu erfahren, dass der Gewerbeverein Eberdingen im Mai 2010 in Hochdorf eine Ausstellung plant. Da bietet sich eine Zusammenarbeit an.
Rainer Modenese strahlt. Der Mann mit den Fernsehgeräten geniert sich nicht, von „überdurchschnittlich guten Geschäften“ zu sprechen. Mit seinen Flachbildschirmen liegt er offensichtlich voll im Trend. Helmut Gräßle von der Enzweihinger Schreinerei ist nicht ganz so euphorisch. Er und sein Bruder hätten jedoch viele interessante Gespräch geführt. Und das Problem Donnerstag? Gräßle: „Der Tag war zum Warmlaufem da.“
Dr. Simone Stork vom Keltenmuseum Hochdorf hat bei der Messe wieder einmal erfahren, dass die Einrichtung selbst im unmittelbaren Umfeld nicht bekannt ist. „Rund um Vaihingen gibt es noch genügend Besucherpotenzial.“ Vaihingens Wirtschaftsförderer Thorsten Leupold wundert sich, dass die Maientagsprogramme so heiß begehrt waren. Ansonsten wurde er oft auf die Bebauung in Kleinglattbach-Süd angesprochen.
Die vereinigten Vaihinger Handwerker bezeichnen ihren Gemeinschaftsstand als optimale Lösung. „Wir haben sehr viel positive Resonanz erfahren“, sagt Reinhard Lämmle. Er ist sich relativ sicher, dass man die Aktion auch bei der nächsten Messe wieder so gestalten wird. Klaus Schreiber von Hasi-Elektronik ging es vor allem um Kontakte. Er ist im Großen und Ganzen mit dem Messeverlauf zufrieden. Dass er sogar Kundschaft aus Mundelsheim hatte, freut ihn natürlich ganz besonders. Ellen und Hagen Schneider von der Schreinerei aus Maulbronn sind „sehr zufrieden“. Mit ihren Natursteinsystemen auf Treppen haben sie viel Interesse geweckt. „Okay“ war die Messe für Gabi Rebstock vom Vaihinger Reformhaus. „Wir haben es nicht bereut.“ Steffen Keck, der Weishaupt-Brennkessel anbietet, erzählt von der Schwäbischen Woche in Göppingen. „Da sind wir nur rumgestanden. Dagegen war das hier prima.“
Noch eine Mitteilung ist an dieser Stelle zu machen. Beim Reaktionsspiel der AOK lag die beste Zeit gegen 16.30 Uhr bei 19 Sekunden. Es ist nicht bekannt, ob Oberbürgermeister Gerd Maisch nochmals angetreten ist. Er hielt lange den Rekord.


